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Full text: Der Städtebau nach seinen künstlerischen Grundsätzen

VERBESSERTES MODERNES SYSTEM. 
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lerisch auszugestalten. Die einzigen Vorschläge, welche dazu 
noch gemacht werden, sind: »Öftere Unterbrechung der 
Straßen durch Plätze und polizeilich unbeschränkte Freiheit 
in bezug auf das Zurücksetzen von Gebäuden.« Über diese 
höchst dürftigen Ratschläge läßt sich nicht streiten. Das ist 
ja eben das Unglück, daß gerade dieser Vorgang heute 
Mode geworden ist, gerade diese Grundsätze sind es ja, 
welche schnurgerade in allem und jedem den Mustern der 
Vergangenheit widersprechen und auch jeder theoretisch 
auf 
Fig. 98. 
Fig. 99. 
aufstellbaren künstlerischen Forderung. 
Nein! Mit der bloßen Abschiebung der Stadtbaufragen 
die Schultern des Zufalls läßt sich das Übel nicht 
bannen. Es müssen unbe 
dingt die Forderungen der 
Kunst positiv formuliert 
werden, denn auf das All 
gemeingefühl kann man 
sich heute nicht mehr ver 
lassen, wo ein solches in 
Angelegenheiten der Kunst nicht mehr vorhanden ist, es 
müssen unbedingt die Werke der Vergangenheit studiert 
und an Stelle der verlorenen Kunstüberlieferung die theo 
retische Erkenntnis der Gründe gesetzt werden, 
weshalb die Anlagen der Alten so vortrefflich 
wirken. Diese Ursachen der guten Wirkung 
müssen als positive Forderungen, als Regeln 
des Städtebaues hingestellt werden, nur das 
kann uns tatsächlich vorwärtshelfen, wenn 
es überhaupt noch möglich sein sollte. 
Nachdem dies im vorhergehenden ver 
sucht wurde, so kann der Schlußfolgerung nicht ausgewichen 
werden, solche Regeln als Endergebnis der ganzen Analyse 
Fig. 100. 
aufzustellen. 
Eines ist dabei von vornherein klar, nämlich, daß man 
den Parzellierungsplan eines neuen Stadtteiles, von künst 
lerischen Gesichtspunkten ausgehend, nicht in Angriff
	        
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