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BEISPIEL EINER STADTREGDLIERUNG
durch ebenerdige Kolonnaden bewerkstelligt werden in der
Höhe des Untergeschosses vom Parlamentshaus; außen
rundbogig mit einer dem Gebäude entsprechenden Rustika,
innen mit Säulenstellung und horizontalem Gebälke, also
im wesentlichen nach Art des alten Burgtores, nur zarter
in allem durchgebildet, unter genauer Anlehnung an die
Formen und Dimensionen des Parlamentshauses. Beiderseits
müßte eine dem Hauptgebäude entsprechende Attika mit
ähnlichem Relief- und Statuenschmuck angebracht werden
mit einer triumphbogenartigen Unterbrechung bei e und /,
auf deren erhöhtem Mittelbau Quadrigen wie am Haupt
gebäude Platz fänden. Bei g und h wären freie Eingänge
in den Volksgarten anzubringen, was diesen schönen Garten
in gute Verbindung mit dem neuen Platz brächte, einen
willkommenen Durchgang von hier zur inneren Stadt er
möglichte und wegen Absperrung des jetzigen Einganges
durch den neuen Burgtrakt auch einmal erforderlich sein
wird. Auf einem solchen Platze wäre dann auch die weitere
Vorlegung der Rampe, wie sie ohnehin ursprünglich ge
plant war, und die Aufstellung großartiger Monumente
möglich. Besonders gegenüber dem Parlamentshaus ergibt
sich durch einen kleinen Einschnitt in den Volksgarten ein
Platz allerersten Ranges zur Errichtung eines großartigen
Monumentes, dessen Breitenentwicklung originelle Grup
pierungen zuließe und schon deshalb vorteilhaft wäre, weil
gerade heute diese Variante nur mehr selten vorkommt.
Folgend dem bisherigen Weg von der Votivkirche bis
zu den Hofmuseen, erübrigt noch die letzte unrhythmische
Stelle, nämlich der Zwickelplatz beim Justizpalast. Auch
dieser verdankt seine Entstehung der Abbiegung des Ring
straßenpolygons an dieser Stelle und somit der Brechung
des Rechtecksystems in der Parzellierung. In fast allen
neueren Städten findet sich diese unschöne Zwickelform
wieder aus denselben Gründen und nirgends hat sich noch
Schönes daraus entwickeln lassen. Zur Verbesserung solcher
Zwickelplätze gibt es eben kein Rezept; die müssen einfach