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Full text: Der Städtebau nach seinen künstlerischen Grundsätzen

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BEISPIEL EINER, STADTREGULIERUNG 
verbaut werden. Nach den im hier vorliegenden Falle ge 
gebenen Verhältnissen (s. Fig. 113) wäre es am besten, die 
Spitze dieses Platzes gegen die Ringstraße so zu verbauen, 
daß rückwärts gegen den Justizpalast ein viereckiger Platz 
entstünde (XI in Fig. 113), während die vordere Spitze des 
Gebäudes (k) einen mächtigen Rundbau bildete. Der Durch 
messer dieses Rundbaues könnte so groß gewählt werden, 
daß eine imposante Wirkung hiemit erzielt werden könnte. 
Nach Fig. 113 beträgt er 50 m, also mehr als beim Mauso 
leum des Augustus zu Rom, wenn auch weniger als bei 
dem riesigen Mausoleum des Hadrian (die jetzige Engelsburg), 
welches 73w Durchmesser besitzt. Die Architektur dieses Baues 
wäre gleichfalls im größten Stile zu halten, etwa dem der Hof 
museen nahestehend. So ergibt es sich aus der Situation, 
um diese in Ordnung zu bringen. Eine andere Frage ist, 
welchem Zwecke ein so geartetes Gebäude dienen könnte. 
Als Miethaus wäre es schwerlich zu denken. Seiner Form 
nach am ehesten tatsächlich als Mausoleum, als Gruftkirche 
mit rückwärts sich anlehnenden Klostertrakten; aber auch 
als Museum oder als Odéon. Es ist bekannt, daß für das 
Handelsmuseum im Zentrum der Stadt noch kein geeigneter 
Platz ermittelt werden konnte, auch über Mangel an Kon 
zertsälen wurde schon geklagt; es kann aber hier nicht am 
Platze sein, derlei Zukunftsphantasien auszuspinnen, wo nur 
an einem praktischen Beispiele gezeigt werden sollte, in 
welcher Weise eine Stadtregulierung großen Stiles angefaßt 
werden müßte. 
Das Ergebnis der Untersuchung an der Hand des Ge 
samtplanes von Fig. 113 zusammenfassend, kann noch auf 
merksam gemacht werden auf die aus der Skizze ersicht 
liche neue Führung der Tramwaygeleise, wozu nur noch 
zu bemerken kommt, daß die auf der Planskizze nicht er 
sichtliche Verbindung mit der Währinger Linie in der 
Schwarzspanierstraße hinter der Votivkirche zu denken 
wäre. Unter dieser Voraussetzung gestaltet sich die Ver 
bindung nach allen Richtungen ebenso günstig wie bisher.
	        
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