GROSSSTADTGRÜN.
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sind zu bepflanzen, aber schon wegen der Ivosten nicht
alle, nicht zu viele«; ferner: »Wegen der Abwechslung
müssen Fahrbahn, Fußsteig und Straßenallee nicht immer
nach demselben Schema nebeneinanderliegen, sondern nach
abwechselnder Anordnung.« Damit ist ein wesentlicher
Schritt vorwärts bereits getan; die endgültige Entscheidung
liegt aber nicht auf dem Gebiete literarischer Erörterung,
sondern auf dem der praktischen Ausführung, wo erfahrungs
gemäß doch jeder Einzelfall seine Besonderheiten hat und
nicht nach irgendwie vorrätigen Schablonen gelöst werden
soll. Gerade das, den Stadtbaukünstler von alten Schablonen
zu befreien, ihn ungehindert von Vorurteilen denken und
entwerfen zu lassen, kann nur der Zweck gesunder kriti
scher Untersuchungen sein, die nur durch diese Befreiung
sowohl des Künstlers als auch seines Auftraggebers Nutzen
stiften können.
Ganz ähnlich wie mit den großstädtischen Alleen ver
hält es sich mit den sogenannten Squares. Eine in Grund
und Boden verfehlte Anlage. Sie verschlingen in noch
höherem Maße als die Alleen große Anlagesummen, ohne
den gewünschten Erfolg zu erreichen. Der t ehler liegt
wieder in dem hergebrachten Blockrastrum der modern
geometrischen Lagepläne. Ist danach nur erst ein Bebauungs
bezirk schön säuberlich durch geradlinige parallele Straßen
schachbrettartig in Baublöcke zerlegt und wünscht man
irgendwo einen öffentlichen Garten oder Kinderspielplatz,
so läßt man einen oder mehrere Blöcke unbebaut, übergibt
sie zu mehr oder weniger anspruchsvoller Ausgestaltung
dem Stadtgärtner und der Square ist fertig. Der Umstand,
daß dieser Garten dann ringsherum frei an den Straßen
liegt, wird bei dieser einfachen Methode nicht beachtet;
gerade darin liegen aber die groben Fehler dieser Anord
nung, denn von der Straße wirbelt der Wind allen Staub,
diese furchtbarste Plage des Großstadtlebens, über die
Gartenanlage weg, die noch obendrein von dem ganzen
Wagengerassel und sonstigem Lärm der Straße erfüllt ist,