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MAK

Full text : Der Städtebau nach seinen künstlerischen Grundsätzen

DIE  GESCHLOSSENHEIT  DER  PLÄTZE.

as  Einbauen  der  Kirchen  und  Paläste  lenkt  die  Betrachtung-

  wieder  zu  dem  Typus  des  antiken  Forums
zurück  mit  seiner  strengen  Geschlossenheit  gegen  außen.
Untersucht  man  die  mittelalterlichen  und  Renaissanceplätze,
besonders  in  Italien,  nunmehr  auf  diese  besondere  Eigenschaft, ­
  so  gewahrt  man  bald,  daß  auch  in  diesem  Punkte
die  Tradition  sich  lange  erhielt  und  wie  ungemein  viel
gerade  dieser  Umstand  zur  harmonischen  Gesamtwirkung
beiträgt.  Schon  nach  dem  bisher  Geschilderten  ist  es  einleuchtend, ­
  daß  ein  freier  Raum  im  Innern  einer  Stadt
hauptsächlich  dadurch  ja  erst  zum  Platz  wird.  Heute  wird
freilich  auch  der  bloße  leere  Raum  so  benannt,  welcher
entsteht,  wenn  eine  von  vier  Straßen  umsäumte  Baustelle
einfach  unverbaut  bleiben  soll.  In  hygienischer  und  mancher
anderen  technischen  Beziehung  mag  das  allein  schon  genügen; ­
  in  künstlerischer  Beziehung  ist  ein  bloß  unverbauter
Fleck  noch  kein  Stadtplatz.  Strenggenommen  gehört  von
diesem  Standpunkte  aus  sogar  sehr  viel  noch  dazu  an  Ausschmückung, ­
  Bedeutung,  Charakter;  aber  so  wie  es  möblierte ­
  Zimmer  und  auch  leere  gibt,  so  könnte  man  von
eingerichteten  und  noch  uneingerichteten  Plätzen  reden,
die  Hauptbedingung  dazu  ist  aber  beim  Platz  sowie  beim
Zimmer  die  Geschlossenheit  des  Raumes.
Auch  diese  wichtigste,  geradezu  unerläßliche  Vorbedingung ­
  jeder  künstlerischen  Wirkung  kennt  der  mo
derne  Städtebau  nicht.  Bei  den  Alten  dagegen  findet  man
            
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