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MAK

Full text : Der Städtebau nach seinen künstlerischen Grundsätzen

PLATZANLAGEN  IM  NORDEN  EUROPAS.

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a.  Martinskirche.
/>.  Altes  Rathaus.

BRAUNSCHWEIG:
c.  Gewandhaus.
I.  Marktplatz.

werken  vereinigt?  Ähnliches  wurde  bei  dem  Domplatz  zu
Münster  angestrebt  (Fig.  70),  wo  gleichfalls  eine  größere
Anzahl  öffentlicher  Fig .  61 .
Bauten  die  Platzwände ­
  bilden.  Die
Rundung  deutet  den  |
ehemaligen  Friedhof  !
an,  nichtsdestoweniger ­
  erscheint  derDom
an  einer  Seite  angebaut. ­
  Echt  italienisch
und  tatsächlich  auch
das  Werk  italienischer ­
  Meister  (Scamozzi,
  Solari  etc.)  ist
die  herrliche  Platzgruppierung ­
  um  den
Dom  zu  Salzburg  (Fig.  71).  Hier  ist,  eine  Seltenheit
nördlich  der  Alpen,  das  Motiv  der  Kolonnade  (an  dieser
Stelle  eine  doppelte  Pfeilerhalle  rechts
und  links  vom  Dom)  verwendet  worden,
zur  Ermöglichung  der  beabsichtigten
Wirkung.  Die  Absicht  der  Baumeister
war  da  unverkennbar  die:  eine  Gruppe
von  geschlossenen  Plätzen  hervorzubringen. ­
  Zu  diesem  Zwecke  war  vor
allem  die  Abschließung  des  Domplatzes
durch  Kolonnaden,  resp.  überbaute
Bogendurchfahrten  erforderlich.  Diese
entsprechen  ganz  vortrefflich  ihrem
Zwecke,  indem  sie  bei  freigehaltener
Durchfahrt  dennoch  die  Plätze  voneinander ­
  trennen,  jeden  für  sich  als  geschlossenes ­
  Ganze  erscheinen  lassen  und  den  Dom  mit  der
ehemals  bischöflichen  Residenz  in  Verbindung  setzen,  was
sowohl  vom  Standpunkte  des  täglichen  Gebrauches  (der
6

Fig.  65.

STETTIN:  a.  Rathaus.

Sitte,  Der  Städtebau.
            
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