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66 Etikett des Lavoirs Abb. 67: „Nr. 249. / Krug sammt Lavoir
aus der / Glasfabrik des F. Kleber zu / Eibiswald in Steiermark,
1847 / Aus der Gewerbe = Ausstellung / vom J. 1845.“
66 Label of the wash-basin ill. 67: “no. 249 / Jug with basin
from the / Glassworks of F. Kleber in / Eibiswald in Styria, 1847
/ From the Industrial Exhibition / of 1845.*
Während über die Wlaner und die Bodenstädter Glashütte (Alois Haide, Glasfabrikant in
Bodenstadt, hat - laut Slokar 1914, S. 533 - an der Brünner Gewerbeausstellung von
1836 teilgenommen) kaum nähere Daten zu finden waren, wird die Dietrichsteinische
Glasfabrik in Protiwanow anläßlich der „dritten allgemeinen österreichischen Gewerbe-
Ausstellung“ in Wien 1845 besonders hervorgehoben:
Die fürstlich Dietrichstein'sehe Glaswaaren-Fabrik zu Protiwanow im Brünner Kreise Mährens
(Ausstellungs-Nr. 1416): Tafel- und Hohl-Glas in mehreren Sorten, ein gläserner Windkessel, eine
hohe gläserne Brunnpumpe, Röhren, Buchstaben zu Aufschriften u. dgl.
Diese Fabrik besteht bereits 90 Jahre, beschäftigt bei 60 Arbeiter, und erzeugt jährlich 80000
Schock Tafel- und Hohlglas nebst 60000 Stück sogenannte Judenmass-Spiegel von 10 Zoll Höhe
und 8 Zoll Breite. Man verschmelzt dort sehr viel Glaubersalz, wodurch die Glastafeln und Spiegel
mehr Glanz erlangen. Die Belegung der Letzteren ist schön.
Die Anstalt machte seit 4 Jahren bedeutende Fortschritte, auch wurde ihre Anwendung von Glau
bersalz, und der Umsatz ihrer allgemein brauchbaren Waare, besonders der Judenmass-Spiegel,
für so bedeutend erkannt, dass sie mit der bronzenen Medaille ausgezeichnet wurde. (Wien 1845,
Bericht 1846, S. 106, 107).
Exp. = Nr. 1416. Die fürstlich Dietrichstein’sche Glaswaarenfabrik in Protiwanow bei Brünn, wel
che bereits seit 90 Jahren besteht und bei 60 Arbeiter beschäftigt, erzeugt jährlich 18,000 Schock
Tafel= und Hohlglas und 60,000 Stück Judenmaßspiegel; bei ihrer Exposition ist die gläserne
Brunnpumpe, Buchstaben für Aufschriften und Wasserleitungsröhren nicht zu übersehen. Ihr
Hohl= und Tafelglas findet im Inlande willkommenen Absatz, besonders gut ist die Masse zu den
Champagner=Bouteillen. (Wien 1845, Lloyd, unpag.)
GALIZIEN
Die aus Galizien stammenden Gebrauchsgläser wurden von der ärar. Glashütte Kamie-
nica (Abb. 87/4; 92/2) bzw. der Hütte Poremba Wielka (Abb. 92/1) hergestellt.
Keeß geht kurz auf die galizischen Glashütten ein:
In Galizien sind in mehreren holzreichen Gegenden Glashütten, nähmlich zu Pogon und Bozanow
im Rzeszower Kreise, zu Kamienica und Goremba wielka im Sandecer Kreise, zu Skole im Stryer
Kreise, zu Maydan im Stanislawower Kreise, zu Putna, Krasna und Fürstenthal in der Bukowina,
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