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98 Sturzflasche mit Becher, vgl. Abb. 99
98 Globe and shaft bottle with beaker, see ill. 99
starren die obersten Schichten der Glasmasse und zerreißen sogleich infolge der überaus star
ken Spannung, weiche hierdurch in der ganzen Masse entsteht, in zahllose kleine Stücke.
Der Arbeiter wärmt nun dieses Kölbchen wieder so stark an, daß das Glas genügend erweicht
wird und bläst es zu einer Flasche, einem Trinkglase usw. auf. Hierbei werden die zerrissenen
Teilchen ebenfalls ausgedehnt und überzieht sich der ganze Glasgegenstand mit einem feinen
Netze, welches durch die Sprünge hervorgerufen wird, so daß er aussieht, als wenn er mit Eis
überzogen wäre; die Ränder der Sprünge verschmelzen hierbei wieder, so daß die Oberfläche
des Glases zwar uneben, aber nicht scharf und rauh anzufühlen ist.
Nach einem anderen Verfahren soll man ein Gemenge aus drei Teilen Glasmehl und einem Teile
Sand mit so viel Wasser anfeuchten, daß gerade eine Masse von schwach bildsamer Beschaffen
heit entsteht und wird diese in eine Form unter starkem Drucke eingepreßt. Die Form wird dann
vorsichtig abgenommen und der ganz trockene Gegenstand in ein Sandbad gestellt (es ge
schieht dies, um eine Verziehung der Masse zu verhüten) und in diesem Sandbade so weit erhitzt,
daß das Gias zu schmelzen anfängt und die Sandkörner hierdurch verkittet werden.
Das eben angegebene Verfahren ist ein ziemlich umständliches und dabei schwierig auszuführen
des, dürfte daher in der Praxis nicht viel Anklang finden. Weit leichter kommt man zum Ziele,
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