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2 Etikett des Flakons Abb. 3 (links): „Flacon neuester Form /
mit künstlich plattirten / mehrfarbigen Tafeln, aus / Joh. Meyr’s
Glasf. Adolphshütte bei / Winterberg im Prachiner Kr. 1836“. -
2 Label of the bottle ill. 3 (left): “Bottle of latest shape / with
artificially cased / multi-colored tablets, from / Joh. Meyr’s
Glassworks in Adolphshütte near / Winterberg in the Prachin
district 1836”
Im Bericht zur „Ausstellung der Industrie-Erzeugnisse Böhmens“ in Prag 1831 wird die
Rolle der Harrachschen Glasfabrik in Neuwelt entsprechend gewürdigt; das „plattirte“
(Überfangene) Glas wird neben dem massegefärbten eigens erwähnt. Man rühmte die
„reiche Suite von Prachtgefäßen mancherlei Art, und die Mannigfaltigkeit, Zierlichkeit
und Reinheit der kleinern Artikel ... die Schönheit und Reinheit der plattirten Gla
sur ... die gelungene Färbung“ (Prag 1831, Bericht 1833, S. 44) und ging auf die Ent
wicklung des Farbenglases durch Harrach ein:
. . . Seit 1732 wurde Tafelglas und Kreidenglas nebst etwas Farbenglas erzeugt. . .1764 fing man
an, Beinglas und anderes Farbenglas zu erzeugen; um 1780 fanden die Produkte der Glashütte, in
verschiedenem Farbenglase, gemahlten und vergoldeten Glaswaaren hauptsächlich nach Pohlen
Absatz... Im Jahre 1826 wurde die von den Franzosen erfundene Einglasung von Pasten glück
lich nachgeahmt, und 1828 das rubinplattirte Glas zuerst dargestellt, welchem auch die Plattirun-
gen mit andern Farbengläsern. . . folgten. . . Außer den zahlreichen Gattungen von Hohlglas,
plattirten und doppelfärbigen Gläsern, die der Ausstellungs=Katalog nebst Proben von Hyalith
nachweist, erzeugt sie sehr gelungenes, sogenannt englisches Flint = und Klangglas. An Komposi-
zionen (falschen Edelsteinen) liefert sie Rubine, Amethiste, Chrysoprase, Topase und Rosafarb-
steine. Vom gedruckten Glase: Lustersteine und Perlen. (Prag 1831, Bericht 1833, S. 45, 46).
An den Gläsern von Johann Lötz und Joseph Schmidt, Glasfabrikanten zu Goldbrunn
rühmte man die „besondere Weiße und Reinheit des Glases und die Zierlichkeit des
Schliffes“ und erwähnte „mancherlei treffliche farbige Glaswaaren“ (Prag 1831, Bericht
1833, S. 48).
Im Bereich der „Glaskomposizionen“ zeigten Blaschka & Söhne „mehrere Kästchen
mit mannigfaltigfärbigen Glaskomposizionssteinen, Perlen und Flacons von weißem
Krystallglas“, an den Exponaten von Karl und Franz Zenker, Joachimsthal, vermerkte
man die „Reinheit und Schönheit der Farben“; unter den Perlenschnüren von Heinrich
Göble in Gablonz fiel die „ausgezeichnete Schönheit dreier Schnüre KrystalU
Weintopas= und Goldtopasperlen“ auf (Prag 1831, Bericht 1833, S. 55, 56).
Im „Protokoll“ zur Ausstellung von 1831 finden wir zahlreiche Farbengläser, darunter
jene der Firma Zahn: „beinweiße Alabaster-Blumenvasen“, „beinweiße Eyervasen“,
„schwarze Eyervasen“, „beinweiße Herzform Blumenvasen“, „himmelblaue Herzvasen“,
„gelbe Blumenvasen“, eine „dunkelblaue Compot-Schale“, eine „hochgelbgefärbte
Zuckerschale“ und viele andere Farben-Gläser (Prag 1831, Protokoll 1833, S. 34, 35);
der Raffineur Franz Vogel präsentierte Beinglas (Prag 1831, Protokoll 1833, S. 43),
Zenker „fleischrotes Glas“ und „Goldtopas“ (Prag 1831, Protokoll 1833, S. 58, 59), A. D.
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