CP
§
660
n
3
SbswerK
122 Kennzeichnung des Beleuchtungskör
pers Abb. 123 (rechts): Firmenmarke der Je
naer Glaswerke und Etikett mit Nr. 66
122 Marking of the lamp fixture ill. 123
(right): factory mark of the Jena Glassworks
and label with no. 66
Als dritte Kategorie der weißen Gläser, und zwar als Jene, welche man im eigentlichen Sinne des
Wortes als weiß“ bezeichnen kann, haben wir jene zu nennen, welche aus einem farblosen Glase
bestehen, in das ungemein kleine Teilchen eines rein weißen Körpers, auf welchen die Glassub
stanz keinerlei Einfluß äußern kann, eingebettet liegen. Gläser von dieser Beschaffenheit sind
selbst in sehr dünnen Schichten vollkommen undurchsichtig und lassen nur, wenn sie ungemein
dünn geschliffen sind, etwas Licht durch. Derartige Gläser werden gewöhnlich zum Unterschiede
von den anderen mehr weniger durchscheinenden weißen Gläsern als „Emailgläser bezeichnet.
Da man imstande ist, die Emailgläser in ähnlicher Weise zu färben, wie dies mit den anderen Glas
sorten der Fall ist, die Farbe aber auf dem weißen Untergründe ein ganz anderes Aussehen zeigt,
als in dem durchsichtigen Glase, kann man sich der Emailgläser als eines ungemein wertvollen
Mittels bedienen, um Schmuckgläsern das herrlichste Aussehen zu erteilen, so daß man sagen
kann • Gegenwärtig gibt es keine Farbenwirkung und keinen Farbenton mehr, welchen man nicht
mit Hilfe der farbigen Gläser und der Emailgläser hervorzubringen imstande wäre.
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