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127 Etikett des Pokals Abb. 128: „Topasgelber Pokal aus der /
gräfl. Harrach’schen Glast. / Neuwald im Bidschow. Kr. / 1839.“
127 Label of the goblet ill. 128: “topaz yellow goblet from the /
Count Harrach Glassworks / Neuwald in the Bidschow district /
1839.”
Die „Darstellung“ des Uranoxydes beschreibt Graeger folgendermaßen (Graeger 1868,
S. 168):
Von den verschiedenen Methoden zur Darstellung des Uranoxyds, wozu man sich stets der Pech
blende bedient, dürfte die folgende am meisten zu empfehlen sein. Das feingemahlene Uranerz
wird zu der möglichst vollständigen Verflüchtigung von Arsen, Molybdän und Schwefel, und der
Ueberführung des Uranoxyduls in Uranoxyd in einem Flammofen geröstet, hierauf mit kalcinirter
Soda und etwas Natronsalpeter geglüht und die so erhaltene Masse mit heißem Wasser ausge
laugt. Der Rückstand, welcher das sämmtliche Uran nebst Erden und anderen Metallen enthält,
wird nach geschehener Verdünnung mit Wasser mit möglichst eisenfreier Schwefelsäure und et
was Salpetersäure behandelt. Die von dem Rückstände abfiltrirte klare Lösung versetzt man mit
einem Ueberschuß von Soda, wodurch das Uran als kohlensaures Uranoxydnatron aufgelöst wird,
während die übrigen Körper zu Boden fallen. Aus der durch Absetzen erhaltenen klaren Lösung
wird das Uranoxyd mittelst Aetznatron abgeschieden, der Niederschlag gewaschen, abtropfen
gelassen, gepreßt und getrocknet.
Man bedient sich des Uranoxyds, um dem Glase eine schillerndgrüne Farbe zu ertheilen.
Uran ist in Glassätzen von Reich („Eleonor“, Nr. 10; „Japan zu Lampen“, Nr. 19) ebenso
enthalten wie in jenen von Lötz („Annagelb“) und wird auch als Bestandteil des
„Chromgelb“, „Schwefelgelb“, „Bernstein- oder Ambragelb“, „Mattgelb“, „Ambraopak
gelb,“ „Opalgelb“ und „Strohgelb“ von Schnurpfeil angegeben (Schnurpfeil 1906,
S. 122-126). Dieser Autor charakterisiert auch die färbenden Wirkungen bestimmter
Uranverbindungen auf Gläser spezifischer Zusammensetzungen (Schnurpfeil 1923,
S. 21):
Verwendung finden Urantrioxyd, U0 3 , ein gelbbraunes Pulver, 100%ig, uransaures Natrium, Uran-
gelb mit 84 % und uransaures Blei, Uranoxyd Orange mit 72 %. Uranoxyd färbt das Bleiglas topas-
farben, das Kaliglas zeisiggrün und das Natronglas grüngelblich. Eigentümlich sind die durch das
Uranoxyd hervorgerufenen fluorescierenden Erscheinungen.
TOPASGELBES GLAS
Bernstein-, honig- oder topasfarbene Gläser scheinen der gleichen Grundfarbe zuzu
gehören, im leicht bräunlich getönten Gelb oder - klangvoller ausgedrückt, im Goldto
pas. In sattem Gelb-Braun zeigt sich der topasgelbe Pokal der Harrachschen Glasfa
brik (Abb. 128); Harrach hatte die „Goldtopas-Composition“ sicher schon vor der Wie
ner Ausstellung von 1835 im Programm, als auch Tafelleuchter aus diesem Farbenglas
präsentiert wurden. „Goldtopasperlen“ hatte bereits Heinrich Göble in Prag 1831 vor-
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