geführt (Prag 1831, Bericht 1833, S. 56), und Zenker wurde auf derselben Ausstellung
mit einer „Goldtopas=Compositions=Schnur“ genannt (Prag 1831, Protokoll 1833, S.
59) sowie 1836 mit „Goldtopassteinen“ (Prag 1836, Bericht 1837, S.75). Ein Zucker
wassersatz aus „Gold=Topas=Composition“ gehörte 1839 zur Präsentation Harrachs in
Wien (Wien 1839, Bericht 1840, S. 38). Seltener fällt die Bezeichnung von der „Bern
steinkomposition“, wie jener von Pfeiffer in Gablonz (Prag 1836, Verzeichnis, Nr. 117).
Die Verfertigung „verschiedener farbiger Edelsteine“ war Teil eines Buches von Gräb-
ner; im Abschnitt „Gelb“ ist auch der Topas verzeichnet (Gräbner 1837, S. 32):
Der Topas kommt aus Ceylon, Sibirien und Sachsen, nächst ihm der wolkenhaltige Rauchto-
pas. In Böhmen wird der Citrin für Topas verkauft. So hat man auch einen Hyacinth und
Sa pphir, und grünlichgelb ist der Apatit.
Um einen Topas nachzumachen, nimmt man von der Fritte zwei Loth mit 20 Gran aufgelöstem
und niedergeschlagenem Silber, welches man zusammenschmelzt, auch erhält man den künstli
chen Topas, wenn man einen Gran Crocus Martis zur Fritte mischt. . .
Zur Nachahmung des Topas als Edelstein nennen Benrath und Randau farblosen
Straß-Fluß mit Spießglanzglas und Goldpurpur oder farblosen Straß-Fluß mit Eisen
oxyd (Benrath 1875, S. 212; Randau 1905, S. 181); bei Schnurpfeil sind Diamantglas,
Schwefelantimon und Goldpurpur angegeben (Schnurpfeil 1923, S.391).
Wieder darf Randaus Beschreibung als aufschlußreich zitiert werden (Randau 1905,
S. 181):
Die Nachahmung von Topasen.
Die echten Topase zeigen ein sehr verschiedenes Aussehen; manche derselben sind nahezu
farblos, andere sehr hellgelb gefärbt, indes manche eine dunkeiweingelbe Färbung zeigen. Man
hat daher bei der Darstellung der Nachahmungen dieses Edelsteines einen ziemlich weiten Spiel
raum, je nachdem man eine hellere oder dunklere Varietät darstellen will. Ein Satz, welcher satt
gefärbtes Glas liefert, hat die folgende Zusammensetzung:
Straßglas 1000
Spießglanzglas 40
Goldpurpur 1
Dieser Satz ist derjenige, bei dessen Niederschmelzen am Rande der Glasmasse gewöhnlich die
ringförmige dunkle Absonderung entsteht, welche man dann zur Darstellung der schönen Nach
ahmung von Rubinen verwenden kann. Nach einer anderen Vorschrift kann man Topasnachah
mungen mit folgendem Satze erhalten:
Straßglas 1000
Eisenoxyd 8 bis 10
Die Topasfarbe für Gefäße fand ich in einer genauen Rezeptur bei Kreibich (vor 1930 bei Lötz):
Goldtopas (H)
Sand
Pottasche
Soda
Kalk
Reisstärke
Salpeter
Braunstein
Borsäure
kein Arsen!
kg 62500
kg 19 500
kg 5 000
kg 8 000
kg 2 000
kg 1000
kg — '350
kg - 500
129 Vase; Count Harrach Glassworks, Neuwelt (Bohemia), prior to 1841; yellow opaque glass
(“lemon yellow”); height: 19 cm. - Technical Museum Vienna, probably inv. no. TH 11773 (1841 ac
quired from F. Rohrbeck, Vienna)
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