MAK

Full text: Farbenglas vom Biedermeier zum Art Déco, 1: Farbenpaletten weiß, schwarz, gelb, grün

X 
A 
141 Schale; Glasfabrik Brumow (Mähren), vor 1837; dunkelgrünes Glas mit Schliff; Maße: 12,7 x 
9,9 cm. - Technisches Museum Wien, Inv. Nr. TH 12097 
141 Dish; Brumow Glassworks (Moravia), prior to 1837; dark green glass, cut; dimensions: 12.7 
x 9.9 cm. - Technical Museum Vienna, inv. no. TH 12097 
dieser Gruppe zählt ein von Keller, Meistersdorf, stammendes „Krügel aus dunkelgrü 
nem Glase reich mit Gold verziert u. mit Goldreifen, der Boden in Brillantschliff“ sowie 
ein „Blumenglas in Form eines Füllhornes von meergrüner Farbe /: Aquamarin-Glas ;/ 
mit Gold verziert“ derselben Provenienz (TH 11313 und TH 11901, 1839 inventarisiert); 
die Gleichsetzung von „Aquamaringlas“ mit „meergrün“ ist hier bemerkenswert, da 
man sonst gemeinhin von „Aquamarinblau“ spricht. Als „meergrün“ wird auch ein Har- 
rachscher „Blumentopf samt Untersatz, matt u. vergoldet“ geführt (TH 11934, 1820 in 
ventarisiert). Als Glasveredler ist uns Bienert aus Windisch-Kamnitz geläufig, dessen 
„Blumenvase mit Einsatz, aus dunkelgrünem Krystallglase, mit reichen, erhabenen 
Gold- u. Silber-Verzierungen“ 1840 inventarisiert wurde (TH 11895). Manche Gläser 
sind nur sehr knapp charakterisiert, wie die „Fußschale“, hellgrün (TH 11323). Der Voll 
ständigkeit halber sei auf die bunten Schnüre von Perlen hingewiesen, die in einer an 
deren Publikation ausführlicher behandelt werden sollen: in grünen Tönen waren 
ganze „Büschel“ von Perlen gehalten, darunter Bünde von lichtgrünen „Chrisolith“- 
Perlen und „Chrysopras“-Perlen (TH 11361, 11362). Flakons aus grünem Glas wurden 
bereits genannt (Abb. 25 sowie Abb. 27 rechts oben). Drei „Gegenstände aus sogen. 
Chrysopras-Glas“ brachte Harrach ein (TH 11815-11817, 1837 inventarisiert); zwei da 
von haben sich im Technischen Museum erhalten (Abb. 154); dort finden wir auch die 
„Kleine Schmucktasse“ aus Mähren in „Dunkelgelbgrün“ (Abb. 141). Diese Auswahl 
ehemals im Kabinett des k. k. polytechnischen Instituts aufbewahrter grüner Gläser ist 
- der wechselvollen Geschichte des Kabinetts wegen - nur mehr zum Teil erhalten. 
210
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.