Die Stadtbahn.
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unterfahren werden. Diese Tunnels wurden unter großen Schwierigkeiten hergestelli, weil das
durchfahrene Gebirge aus Sand bestand, viel Wasser führte und die Arbeiten unter großem
Gebirgsdruck ausgeführt wurden. Von Penzing wurde später ein drittes und viertes Gleis bis
Hütteldorf erbaut und daselbst für die Personenzüge der Vorortelinie ein eigener Bahnhof
eingerichtet.
Während bei den übrigen Stadtbahnlinien die Hochbahnstrecken auf Stützmauern und
Viadukten und die Tiefbahnstrecken zwischen Stützmauern, im offenen Einschnitt oder einge
deckt ausgeführt wurden,
kamen auf der Vorortelinie
vielfach auch Erddämme und
geböschte Einschnitte zur An
wendung; auch die äußere
Ausgestaltung der Gebäude
und Objekte war hier eine
wesentlich einfachere.
Baudetails.
Über die Brücken der
Stadtbahn wird in einem an
deren Abschnitte berichtet; es
soll deshalb hier nur erwähnt
werden, daß bei Übersetzung
von Straßen mittels eiserner
Abb. 67. Tiefbahnstation Schottenring.
Brücken eine geräuschlose Fahrt verlangt wurde. Dieselben tragen daher auf Buckelblechen ein
Schotterbett, in das dann die Schwellen gelagert wurden. Das relative Eigengewicht dieser
Brücken erhöhte sich hierdurch um rund 50% gegen solche, die kein Schwellenbett zu tragen
hatten und wo die Schwellen nur auf die Querträger gelagert waren.
Überall, wo auf die Überwölbungen und Deckenkonstruktionen der Tiefbahn Straßen zu
liegen kamen, wurde die zufällige Belastung für einen zweiachsigen Wagen von 39 t Gewicht
vorgeschrieben, die sich auf 2400 kg pro Quadratmeter berechnete. Wo die Decken nur als
Fußwege benützt werden, wurde eine zufällige Belastung von 480 kg pro Quadratmeter zu
grunde gelegt.
Die Baudetails der Hoch-und Tiefbahnstrecken sind aus den Abb. 55—61 zu ersehen. Für
die zwischen Stützmauern herzustellenden Wölbungen kam, wo die Konstruktionshöhe vorhanden
war, das System Monier (Abb. 57), Beton mit eingelegten Eisengittern, zur Verwendung. Wo die
Konstruktionshöhe für eine Einwölbung nicht vorhanden war, wurden anfänglich gewalzte oder
genietete Eisenträger angewendet und zwischen diese die Betondecke eingestampft. Später wurden
auch Träger und Platten in Zementkonstruktion ausgeführt. Alle diese Zementkonstruktionen mit
Eiseneinlage haben sich
bisher sehr gut bewährt
und konnten auch billi
ger hergestellt werden
als die zwischen Eisen
trägern aus Beton aus
geführten Decken. Ein
großer Vorzug dieser
Zcmenteisenkonstruktio-
nen wurde darin gefun
den, daß sie von den
Verbrennungsgasen der
Lokomotiven nicht an
gegriffen werden, wäh
rend alle anderen offen
liegenden Eisenteile trotz
verschiedenartiger An
striche von der Abro-
Abb. 68. Tiefbahnstation Meidling-Hauptstraße. Stung Stets leiden.