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Verkehrswesen.
Brücke, auf welcher sie den Donaustrom übersetzt; sie schwenkt am linken Donauufer in das
linksseitige Bankett der Kagraner Landstraße, wo sie bis zum Endpunkt verbleibt. Die Bahn ist
eingleisig, und wurden Ausweichen nach Bedarf eingelegt. Ein Seitenflügel führt zu der Kolonie
Kaisermühlen und verbindet diesen entlegenen Stadtteil mit Wien. Die größte Steigung beträgt
32'2% 0 , der kleinste Bogenhalbmesser 25 m. Der Oberbau ist normalspurig und besteht
größtenteils aus Rillenschienen von 140 mm Höhe, 125 mm Fußbreite und einem Gewicht von
33'85kg für den laufenden Meter.
Die Oberleitung ist für Rollenbetrieb eingerichtet. Der Betriebsbahnhof befindet sich in
der Nähe der Militärschießstätte; er hat einen Wagenschuppen für die Unterbringung von
10 Motorwagen und 9 Beiwagen. Die zweiachsigen Wagen haben 20 Sitz- und 10 Stehplätze
und sind mit je 2 Motoren von 20 PS. ausgerüstet.
Die erste Teilstrecke der elektrischen Bahn nach Kagran wurde am 25. Juni 1898 dem
Betrieb übergeben. Die letzte Teilstrecke nach Kaisermühlen wurde am 18. Februar des darauf-Abb.
87. Grundriß der Hauptwerkstätten. 1 : 1500.
folgenden Jahres eröffnet. Die Bahn ist auf Grund einer einstweiligen Baubewilligung von
der Firma Ritschl & Comp, erbaut und von der Firma Schuckert & Comp, mit elektrischer
Einrichtung versehen. Mit 1. Juli 1904 wurde die Bahn in das städtische Straßenbahnnetz
einbezogen.
3. Linie: Wien—Guntramsdorf der Wiener Lokalbahnen-Aktiengesellschaft.
Die im Gemeindegebiete von Wien gelegene Teilstrecke der Dampftramway Wien—Guntramsdorf
beginnt an der ehemaligen Matzleinsdorfer Linie; sie umfährt stadtseitig den Matzleinsdorfer
Frachtenbahnhof, erreicht die Eichengasse vor dem Bahnhofe Meidling der Südbahn und
hat von der Überfahrung der Südbahn nächst der Philadelphiabrücke ab innerhalb des Stadtgebietes
einen eigenen Bahnkörper. Da dieselbe von den am Wienerberg gelegenen Ziegelwerken
aus einen großen Frachtenverkehr besorgt, hat sie in der Nähe des Matzleinsdorfer
Bahnhofes einen eigenen bemerkenswerten Bahnhof, der zum Überladen der mit der Dampftramway
einlangenden Mauerziegel bestimmt ist. Da der Umbau dieser bis Baden führenden
Dampfbahn auf elektrischen Betrieb im Zuge ist und hiermit auch eine umfassende Umge-