T rinkwasserleitungen.
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Quantität und Qualität der Wässer.
Abb. 201. Lageplan der Wasserwerksanlage in Pottschach. 1:10.000.
4.-20 3*
Abb. 199. Querschnitte im Stollen.
Die Ergiebigkeit des Kaiserbrunnens und der Stixensteiner Quelle ist, wie die aller Hochquellen,
eine sehr veränderliche; zur Zeit der Frühjahrshochwässer und der niederschlagsreicheren
Sommerperioden übersteigt dieselbe, da sie zu diesen Zeiten im Durchschnitt bis zu 184.000 m
reicht, oft die Kapazität des Aquäduktes
mit 138.000 m :! in 24 Stunden; die mittlere
durchschnittliche Tagesergiebigkeit der
genannten Quellen beträgt nach dem Ergebnisse
der letzten 25 Jahre 67.400 m b
Diese Hochquellen sind sonach während
gewisser kürzerer oder längerer Perioden
des Jahres allein ausreichend, den dermaligen
Wasserbedarf Wiens zu decken.
Zur strengen Winterszeit und während
der trockenen Sommerperioden sinkt jedoch
die Quellenergiebigkeit beträchtlich
herab und genügt dann nur zur
Deckung eines Bruchteiles des tatsächlichen
Wasserbedarfes.
Die Minimalergiebigkeit der beiden obigen
Hochquellen beträgt nach langjährigen Beobachtungen
pro 24 Stunden: im Winter 20.200 m 1 ,
im Sommer 55.000 m 3 . In den Fällen der minderen
Ergiebigkeit der Hochquellen erfolgt dann
zunächst die Einleitung der Quellen oberhalb des
Kaiserbrunnens in den Aquädukt. Von diesen
hat die Gemeinde Wien das Recht, täglich ein
Quantum Wasser bis zu dem Maximalausmaß
von 36.400 m :i abzuleiten. Wenn auch dann der
Wasserbedarf Wiens noch nicht gedeckt werden
kann, wird das Pottschacher Schöpfwerk in Betrieb
gesetzt. Hier steht der Gemeinde Wien
das Recht zu, täglich ein Quantum bis zu
2-6o
Gefälle 0’55 ( 7 00 .
Gefälle O'447 0 o.
Abb. 200. Aquäduktquerschnitte.
33.953 m 3 Grundwasser aus den Brunnen zu schöpfen und in den Aquädukt zu fördern. Dieses
Quantum ist jedoch auch nur während der günstigen Grundwasserstände im Frühjahr und
Sommer erhältlich, während die Minimalergiebigkeit im strengen Winter zirka 12.000 m 3 , in
trockenen Sommerperioden zirka 19.200 m 3 pro Tag beträgt.
Dem Charakter einer Quellenleitung entsprechend sind für die Wasserversorgung
Wiens insbesondere die Minimalergiebigkeiten der einzelnen Bezugsquellen ausschlaggebend,
welche sich nach dem vorstehenden für die Hochquellenleitung folgendermaßen
gruppieren: