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Die Wasserversorgung.
reuten Rohrstränge wurden durchaus Muffenrohre verwendet, die mit Hanf, Kitt und Blei
gedichtet werden (siehe Abb. 209): zum Anschluß an die Schieber und sonstige maschinelle
Bestandteile kommen auch Flanschenrohre zur Verwendung, die mit Blei- oder Kautschuk-
einlagen mittels Verschraubung gedichtet werden. Sämtliche Rohre werden vor ihrer Verwendung
einer Druckprobe auf 15 Atmosphären unterzogen, welche in einer besonderen Probierstation
in dem städtischen Rohrdepot vorgenommen wird. Zur Absperrung einzelner Rohrstränge und
zur Regulierung der Wasserverteilung in denselben etc. dienen die Absperrschieber (siehe
Abb. 210), zur Entlüftung der Rohrstränge von den sich an einzelnen Stellen derselben zeit
weise ansammclndcn Luftmengen dienen Luftventile (siehe Abb. 211). Schieber und Luft
ventile sind in eigenen gemauerten Kammern und Schächten untergebracht. Die Gesamtlänge
der bis zum Schluß des Jahres 1903 ausgeführten Rohrstränge
beträgt
der Hochquellenleitun^
855 646 km
390-824 „
464-822
Abb. 209. Muffenrohrdichtung.
SCHNITT AB.
SCHNITT CD.
hiervon entfallen auf das ehemalige Gemeindegebiet . .
und auf das Gebiet der neu einbezogenen ehemaligen Vororte
Im Zusammenhang mit dem Rohrnetz
stehen jene Objekte, die zur Abgabe des Wassers
an die einzelnen Konsumenten und Verbrauchs
stellen dienen. Soweit es sich um den Ver
brauch des Wassers in Wohnhäusern und Be
triebsstätten handelt, erfolgt die Wasserabgabc
an die einzelnen Konsumstellen durch Vermitt
lung der Hausanschlußleitungen, welche
gegen die Straßenleitung durch einen Straßen
wechsel, gegen die Hausleitung durch einen
Hauswechsel absperrbar sind und in welche
ein Wassermesser eingebaut ist, durch den
der Wasserverbrauch kontrolliert wird. Die
spezielle Anordnung der Hausanschlußleitun
gen ist aus der Abb. 212 zu ersehen.
Die Wassermesser werden von der Ge
meinde angeschafft und gegen eine Jahres
rente in die Hausanschlußleitungen einge
schaltet; sie werden vierteljährig abgelesen
und darüber Aufschreibungen geführt; für
diese Agenden ist ein eigenes „Wasserbezugs-
inspektorat“ bestellt, dem auch die Kon
trolle über die richtige Funktionierung der
Wassermesser obliegt und welches auch die
Einbauung oder Auswechslung derselben zu
überwachen hat. Die Bezahlung des Wassers
erfolgt jedoch nach der Anzahl der Haus
bewohner; die Kontrolle dient nur zur Be
stimmung des Mehrverbrauches. Sämtliche Wassermesser werden
vor ihrem Einbau in der städtischen „Wassermesserprobierstation“
geprüft, und wird daselbst auch die Überprüfung jener Wassermesser
vorgenommen, bei welchen sich während ihrer Funktionierung Un
zukömmlichkeiten ergeben haben.
Bis zum Schluß des Jahres 1903 waren 29.063 Hausanschlüsse
ausgeführt. Die Wassermesser gehören verschiedenen Systemen an;
insbesondere stehen Rotationswassermesser der Firmen Leopolder,
Faller & Spanner, Schinzel & Bernhardt in Verwendung, und
sind auch Volumenwassermesser der Systeme Frager und Empire
probeweise in Verwendung genommen worden. Die Wasserabgabe
für öffentliche Zwecke etc. (Straßenbespritzung, Gartenbespritzung,
Feuerlöschwesen etc.) erfolgt, ohne Wassermesserkontrolle, durch die Auslaufbrunnen, Hydranten
und derartige Objekte.
Die öffentlichen Auslaufbrunnen werden dermalen zumeist nach den in den Abb. 213
und 214 dargestellten Typen aufgestellt: doch werden weiterhin auch frostfreie Ventilbrunnen in
e - -c
B
Abb. 210. Absperrschieber. 1 :16.