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Full text: Wien am Anfang des XX. Jahrhunderts : ein Führer in technischer und künstlerischer Richtung, Band 1: Charakteristik und Entwicklung der Stadt, Ingenieurbauten

Die städtischen Elektrizitätswerke. 
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Die fünf derzeit im Bahnwerk stehenden Dampfmaschinen wurden von der Ersten Brünner 
Maschinenfabrik ausgeführt und leisten bei 12 Atmosphären Eingangsdruck und 90 Umdrehuno-en 
normai je 3400, maximal 4200 PS. Es sind vierzylinderige Maschinen, wovon je zwei Zylinder 
in Tandemordnung zu beiden Seiten des Schwungrades auf die Welle arbeiten. Zwischen den 
Kurbeln der Dampfmaschine sind die Drehstromgeneratoren eingebaut. Die Normalleistung einer 
solchen Maschine beträgt 2000 Kilowatt. Die Drehstromgeneratoren liefern dreiphasigen Wechsel 
strom von 5500 Volt Spannung und 48 Perioden. 
, x f ür , den Betrieb der Pumpenanlagen, Hebewerke, Krane u. dgl. wurde im Untergeschoß 
-fL I 1ff hine " VOrbaUeS eme Transform atorenanlage geschaffen, welche den Primärstrom von 
d500 Volt auf 300 Volt herabsetzt. 
Das Lichtwerk. 
Maschinen-, Kesselhaus und Kohlenschuppen des Lichtwerkes sind hinsichtlich der Kon 
struktion, der Breiten- und Höhenverhältnisse völlig gleich mit dem Bahnwerk aus°-eführt Das 
selbe ist vorläufig nur zur Hälfte ausgebaut. Derzeit sind im Lichtwerk drei Dampfdynamos 
von gleicher Größe und Leistung wie im Bahnwerk aufgestellt. Zwölf Kessel derselben Bauart 
wie im Bahnwerk liefern den nötigen Dampf. Die Anlage der Drehstromgeneratoren der Er 
reger, der Transformatoren, Schalt- und Meßapparate, Kabelanschlüsse u. s. w. gleicht bis auf 
einzelne Details den entsprechenden Objekten des Bahnwerkes. Auch sind Bahn- und Licht 
werk durch Hochspannungskabel miteinander verbunden, so daß die Maschinen beider Werke 
parallel geschaltet werden können. 
io o 5 io 15 io Mtr. 
H-i-i 111 m I++-H M i n i [ 
M Maschinenbaus, K Kesselhaus, U Kohlenschuppen, R Reservoirkanal, A Kondenswasserabiauf. 
Abb. 235. Querschnitt durch die Bahnzentrale. 1:700. 
Die Unterstationen. 
Die Unterstationen dienen sowohl zur Umwandlung des hochgespannten Drehstromes in 
Gleichstrom wie auch zur Aufspeicherung des letzteren. Um diesen beiden Zwecken zu o- e - 
nugen, besteht jede Unterstation aus einer Maschinen- und einer Akkumulatorenanlage, welche 
in besonderen, jedoch aneinanderstoßenden Gebäuden untergebracht sind.
	        
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