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Beleuchtungswesen.
latorenbatterien für einen von den Zentralen möglichst unabhängigen Betrieb eingerichtet. Die
Unterstationen entnehmen ihren Strombedarf aus den Ladeleitungen ganz wie andere Stromabnehmer
aus den Hausanschlüssen, ohne daß in den Zentralen etwas anderes als die
Erzeugung der nötigen Strommenge vorzukehren wäre. Außer , einer Akkumulatorenbatterie
besitzt jede Unterstation mehrere Zellenschalter für die zu verschiedenen Speisepunkten in der
Umgebung führenden Haupt- und Ausgleichsleitungen, ferner Motordynamos zur Erhöhung der
Ladespannung und zum Teil auch kleinere Maschinen zur Absaugung des Strombedarfes aus
den Zentralen sowie zum Nachladen einzelner Zellen. Eine Schalttafel trägt die zugehörigen
Schalt- und Meßapparate. Die Leistung der Batterien in den Unterstationen beträgt insgesamt
267 Kilowatt.
Das Kabelnetz der Allgemeinen Österreichischen Elektrizitäts-Gesellschaft besteht aus
dem Verteilungsnetze und den Haupt- oder Speiseleitungen. Das erstere ist, wie schon
eingangs erwähnt, fast
durchwegs nach dem Fünfleitersystem
ausgeführt, nur
in einzelnen Straßen mit
geringem Konsume wurden
Dreileiterverteilungsleitungen
verlegt.
Das Verteilungsnetz
erstreckt sich über den
I. bis V., VII. bis IX. und
XVI. bis XIX. Bezirk. Die
Verbindung der einzelnen
Stränge wurde teils durch
Muffen, teils auch, behufs
leichterer Trennung, durch
zugängliche Kabelkästen
mit Luftisolation hergestellt.
Ebenso sind die Hausanschlüsse
teils mit Muffen,
teils mit kleinen zugänglichen
Kästen abgezweigt.
Die Hauptleitungen, welche
den Speisepunkten des
Verteilungsnetzes Strom zuführen,
sind zumeist als
Zweileiter zur Speisung der
Außenleiter, nach Erfordernis
aber auch als Dreiund
Fünfleiter ausgeführt.
Die Spannungskontrolle
wird durch Prüfdrähte vermittelt,
welche mit den
Hauptkabeln isoliert verseilt
sind und im Speisepunkt mit dem Verteilungsnetze, dagegen in der Zentrale durch
Galvanoskope mit einem auf richtiger Spannung erhaltenen sogenannten Kontrollpunkte in
Verbindung stehen.
Das Kabelnetz besteht durchwegs aus einfachen, bandarmierten Bleikabeln bekannter Konstruktion
von Siemens & Halske mit einfachem oder doppeltem Bleimantel; dieselben wurden
70 bis 80 cm tief unter den Gehsteigen in reinen Donausand eingebettet und mit starken Gesimsziegeln
abgedeckt.
An besonders gefährdeten Stellen wurden die Kabel durch Eisenplatten oder Rohre
geschützt. Das Kabelnetz besaß Ende 1903 eine Tracenlänge von 123.293 m. Die Kabellänge
betrug 772.083 m, wovon 233.683 m auf Speise- und Ausgleichsleitungen und 538.400 m auf
Verteilleitungen entfielen.
2890 Hausanschlüsse speisten 164.598 Glühlampen, 4168 Bogenlampen und 1716 Motoren
mit einem Anschlußwert von 150.180 Hektowatt.
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Abb. 240. Querschnitt des Maschinenhauses der Zentrale Leopoldstadt der Allgemeinen
österreichischen Elektrizitäts-Gesellschaft. 1:250.