Die privaten Elektrizitätswerke.
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Dem bereits erwärmten Kondenswasser wird auch jenes Wasserquantum entnommen
welches zur Kesselspeisung dient. Allerdings ist es notwendig, dieses Wasser zu reinigen, was
durch eine eigene, an das Administrationsgebäude angrenzende Reinigungsanlage geschieht.
Dieses gereinigte Kesselspeisewasser wird vor Verwendung noch durch den Abdampf verschiedener
kleiner Maschinen, wie Dampfpumpen etc., welcher in Heizschlangen durch die
Reservoirs geleitet wird, auf eine höhere Temperatur gebracht. Acht Compound-Worthington-Pumpen
von je 30 m 3 stündlicher Leistung versorgen die Dampfkessel mit Speisewasser, dessen
Menge in Wassermessern (Patent Schmidt in Zürich) genau festgestellt werden kann. ’
Die Kesselanlage umfaßt dermalen 32 Wasserröhrenkessel mit zusammen 7400 m' 2 Heizfläche
für 11 Atmosphären Überdruck und wird bei vollständigem Ausbaue der Zentralstation
Abb. 242. Zentrale der Internationalen Elektrizitäts-Gesellschaft.
38 Kessel mif insgesamt 8700Tn 2 Heizfläche besitzen. Abb. 243 gewährt einen Einblick in das
Kesselhaus. Sämtliche Kessel sind mit Dampfüberhitzern ausgestattet, durch welche der Dampf
auf eine Temperatur von 300° C gebracht werden kann.
ln einer Höhe von 4 3 m über dem Fußboden ist längs der das Maschinenbaus vom
Kesselhause trennenden Mauer die Hauptdampfleitung mit 300 mm lichter Weite angebracht
und durch eine eiserne Rohrgalerie in allen Teilen leicht zugänglich gemacht. In diese münden
von oben die Dampfzuleitungsrohre aus den einzelnen Kesseln, während senkrecht nach unten
in regelmäßigen Abständen die Dampfableitungen zu den Betriebsmaschinen führen. Durch
eine zweite Hilfsdampfleitung und entsprechend angebrachte Absperreinrichtungen ist es möglich,
Umgehungen einzelner Teile der Hauptdampfleitung herzustellen, was bei Reparaturen
sehr erwünscht ist.
Die in Abb. 244 zum Teil dargestellte Maschinenanlage umfaßt dermalen 19 liegend
angeordnete Dampfdynamomaschinen für 130 minütliche Umdrehungen und je 1000 Pferdestärken
indizierte normale Leistung, welche auf 1200 indizierte Pferdestärken erhöht werden kann. Die
Dampfmaschinen sind liegende Compound-Kondensationsmaschinen mit Ventilsteuerung, Lenzschen
Regulatoren und Einzelkondensation. Auf den Wellen der Dampfmaschinen sitzen die
40poligen Magneträder der Generatoren, welche bei 130 minütlichen Umdrehungen in zwei
senkrecht zueinander stehenden Windungen ein- und zweiphasigen Wechselstrom von 43 Perioden
und 2000 Volt Betriebsspannung abgeben und deren normale Leistungsfähigkeit einphasig
500 Kilowatt, zweiphasig 600 Kilowatt beträgt.
Der das Magnetrad umgebende Induktionskranz ist feststehend angeordnet und als Nutenarmatur
ausgebildet. Die Stromabnahme erfolgt an den tiefsten Punkten mittels Kabel, welche