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MAK

Full text : Wien am Anfang des XX. Jahrhunderts : ein Führer in technischer und künstlerischer Richtung, Band 1: Charakteristik und Entwicklung der Stadt, Ingenieurbauten

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Beleuchtungswesen.

zu  den  Schalttafeln  führen.  An  der  Außenseite  des  Niederdrucklagers  befindet  sich  gleichfalls
direkt  gekuppelt  eine  Erregermaschine  zur  erforderlichen  Magnetisierung,  wofür  bei  Vollbelastung
zirka  r j / 0  der  vollen  Generatorleistung  aufzuwenden  ist.  Für  drei  weitere  Maschinenaggregate
ist  der  erforderliche  Raum  noch  vorgesehen.
Der  gesamte  Maschinenbetrieb  ist  in  drei  voneinander  unabhängige  Sektionen  eingeteilt,
und  hat  jede  Sektion  ihre  eigene  Schalttafel  sowie  ein  dazugehöriges  Kabelnetz.  Diese  Unterteilung ­
  der  Erzeugungsstätte  wurde  aus  Gründen  der  Betriebssicherheit  gewählt,  damit  nämlich
einerseits  allenfalls  vorkommende  Störungen  sich  nicht  auf  den  ganzen  Betrieb  erstrecken  und
damit  es  anderseits  möglich  ist,  besonders  wichtige  Objekte,  wie  z.  B.  Theater,  Bahnhöfe  u.  dgl.,
an  zwei  Maschinengruppen  anzuschließen.  Durch  automatisch  wirkende  Umschalter  wird  die
Anlage  von  der  einen  Sektion  auf  eine  andere  übertragen,  wenn  in  der  ersteren  aus  irgendeinem ­
  Grunde  Stromlosigkeit  eintritt.
Die  ersten  zwei  Sektionen  umfassen  je  sieben  Dampfdynamomaschinen  und  liefern
dermalen  einphasigen  Wechselstrom,  die  dritte  Sektion  liefert  Zweiphasenstrom  und  besitzt
gegenwärtig  fünf  und  nach  vollständigem  Ausbau  acht  Maschinen.  Es  ist  jedoch  beabsichtigt,
schließlich  im  ganzen  Betriebe  Zweiphasenstrom  einzuführen  und  die  drei  Sektionen  in  zwei

neue,  größere  Sektionen  zusammenzuziehen.  Mit  Bedachtnahme  darauf  wurden  sämtliche  Generatoren ­
  als  Zweiphasengeneratoren  vorgesehen.
Die  Schalttafeln  der  einzelnen  Sektionen  besitzen  nebst  den  eigentlichen  Schaltapparaten
auch  die  im  modernen  Wechselstrombetriebe  eingeführten  Hilfsapparate,  wie  Phasenindikatoren,
Synchronismusanzeiger  u.  s.  w.
Von  der  Stromerzeugungsstätte  führen  19  Hauptkabel  in  das  Konsumgebiet,  und  zwar
auf  möglichst  verschiedenen  Wegen.  Ein  großer  Teil  führt  durch  den  Prater  über  die  Sophienbrücke ­
  zur  Stromversorgung  der  südlichen  Bezirke,  ein  weiterer  Teil  durch  den  II.  Bezirk  über
die  Aspern-,  Ferdinands-  und  Augartenbrücke  für  die  Innere  Stadt  und  die  westlichen  Bezirke,

Abb.  243.  Kesselhaus  der  Zentrale  der  Internationalen  Elektrizitäts-Gesellschaft.
            
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