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MAK

Full text : Wien am Anfang des XX. Jahrhunderts : ein Führer in technischer und künstlerischer Richtung, Band 1: Charakteristik und Entwicklung der Stadt, Ingenieurbauten

Abb.  255.  Brücke  der  Kaiser  Ferdinands-Nordbahn  über  den  Donaudurchstich.

Abb.  256.
Nordbahnbrücke.
Querschnitt  der  Strom-Öffnungen.

1:  300.

die  Zwischenstützen  bestehen  aus  eisernen  Säulen  auf  gemauerten  Sockeln.  Jedes  Gleis  wird
von  einer  Eisenkonstruktion,  bestehend  aus  kontinuierlichen  Blechträgern  meist  mit  Fahrbahn
„oben“  getragen.  Das  aufgehende  Mauerwerk  der  auf  Beton  fundierten  Widerlager  ist  Granit-Quadermauerwerk.

Das  bedeutendste  Objekt  der  Strecke  Wien—Floridsdorf  der  k.  k.  priv.  Kaiser  Ferdinands-Nordbahn
  ist  die  Brücke  über  den  Donaustrom  (siehe  Abb.  255  bis  257).
Diese  zweigleisige  Brücke  hat  vier
Stromöffnungen  zu  80  m  Lichtweite  mit  einer
Gesamtlänge  von  331  m  und  sieben  Inundationsöffnungen
  zu  58  m  Lichtweite  mit
einer  Gesamtlänge  von  442  m.  wovon  die
letzten  drei  Öffnungen  in  einem  Bogen  von
815  m  Radius  liegen,  zusammen  also  elf
Öffnungen  mit  773  m  Länge.
Die  Konstruktion  selbst  besteht  bei
allen  elf  Öffnungen  aus  parabolischen,  doppelwandigen ­
  Gitterträgern  mit  geradem  Untergurt, ­
  zweifachen  gezogenen  Diagonalen  und
gedrückten  Vertikalen.  Die  Höhe  der  Hauptträger ­
  der  Strombrücke  beträgt  am  Auflager
2  m  und  in  der  Mitte  12'1  m;  bei  der
Inundationsbrücke  F8  m  am  Auflager  und
8  9  m  in  der  Mitte.  Die  Fahrbahn  hat  eine
lichte  Breite  von  8  22  m  bis  8'7  m.  Der
Obergurt  besteht  aus  U-Eisen  mit  eingelegtem ­
  Flacheisen,  der  Untergurt  aus  Winkelund ­
  Flacheisen,  die  Ständer  (Vertikalen)  zum
brücke  sind  15'6  m  lang,  3  3  m  breit  und  haben  Betonfundamente.  Die  Fundierung  der  Strom-
            
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