Skip to main content Jump to sidebar
MAK

Full text : Wien am Anfang des XX. Jahrhunderts : ein Führer in technischer und künstlerischer Richtung, Band 1: Charakteristik und Entwicklung der Stadt, Ingenieurbauten

Städtische  Brücken.

305

Abb.  297.  Franzensbrücke.

b)  Brücken  über  den  Wienfluß.

Vor  Durchführung  der  Wienflußregulierung,  also  bis  zum  Jahre  1895,  führten  über  den
Wienfluß  im  Gemeindegebiete  eine  Anzahl  von  steinernen,  eisernen  und  hölzernen  Brücken,
welche  fast  alle  der  Regulierung  geopfert
werden  mußten.  Das  Programm  der  Regulierung ­
  enthielt  nämlich  die  Bestimmung,  daß
eine  sukzessive  Einwöibung  des  Wienflusses
in  der  Strecke  von  der  Johannesgasse  im
I.  Bezirke  bis  zur  Kaiser  Franz  Josefs-Brücke
im  XIII.  Bezirke  (siehe  Abschnitt:  Wienflußregulierung) ­
  durchführbar  bleibe,  und  es
wurden  deshalb  in  dieser  Strecke  alle  nötigen
Straßenüberführungen  als  Einwölbungsringe
hergestellt,  welche  sich  später  in  die  vollständige ­
  Einwölbung  einpassen  werden.  Diese  Gewölberinge ­
  sind  mit  Rücksicht  darauf  auch
stets  normal  zu  den  Widerlagern  ausgeführt
und  haben  durchwegs  derartige  Breiten  erhalten, ­
  daß  die  Einmündung  der  schief  einmündenden ­
  Straßen  anstandslos  möglich  gemacht ­
  wurde.  In  der  Strecke  von  der  Johannesgasse ­
  (I.  Bezirk)  bis  zur  Schleifmühlgasse
(IV.  Bezirk)  ist  die  Einwölbung  bereits  fortlaufend ­
  hergestellt  und  sind  die  früher  hier  bestandenen ­
  Brücken,  darunter  die  architektonisch
bemerkenswerten  Elisabethbrücke,  Schwarzenbergbrücke ­
  undTegetthoffbrücke  verschwunden.
Die  zweite  größere  Einwölbung  zieht  sich  von
der  Stadtbahnhaltestelle  Margaretengürtel  bis  zur
Harthausergasse.  Auch  vor  dem  Schönbrunner
Schlosse  ist  an  Stelle  der  früher  dort  bestandenen ­
  hölzernen  Schloßbrücke  der  Wienfluß
auf  eine  Länge  von  100  rn  eingewölbt  worden.  Abb.  298.  Detail  der  Franzensbrücke.
Nebst  diesen  Einwölbungen  ist  der  Wienfluß
in  der  Strecke,  für  welche  eine  künftige  Einwölbung  vorgesehen  ist,  noch  an  elf  Stellen  mittels
Betongewölben  überbrückt.  Die  Spannweite  dieser  Wölbungen  steigt  von  oben  nach  flußabwärts
von  15  bis  17  m,  die  Breite  wechselt  von  5  bis  44  m.  Diese  Brücken  sind  aus  Stampfbeton  mit
Bd.  I.  20
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.