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Brücken.
Abb. 299. Querschnitt der Sophienbrücke. 1: 250.
Portlandzcment im Mischungsverhältnisse 1 :6 hergestellt, besitzen am Scheitel eine Stärke von
0'65 bis 0-75 m, am Kämpfer von 110 bis l’20m und haben eine Pfeilhöhe von 4‘40 bis
4-50 m. Die Erprobung erfolgte durch eine gleichmäßige Belastung mit 2-41 pro Quadratmeter.
Die Kosten dieser Einwölbungen stellten sich einschließlich der Widerlager- und Sohlenherstellung
im Durchschnitte auf
5000 K für einen Meter Brückenbreite.
Die Herstellung erfolgte
gleichzeitig mit der Regulierung
des Wienflusses in den Jahren
1897—1900.
Von Hietzing bis Weidlingau
sind alle Überbrückungen des
Wienflusses in Eisenkonstruktion
hergestellt, wobei mehrere der
unterhalb entbehrlich gewordenen
Brücken zur Wiederverwendung
kamen. Es sind dies elf Brücken
mit Spannweiten von 23 bis 29 m,
zumeist als Parallelgitterträger
konstruiert und für eine Belastung
mit Motorwagen der elektrischen
Straßenbahnen (12 t) und Menschengedränge
(460 kg/m 2 ) berechnet.
In der Strecke Margaretengürtel—Harthausergasse
sind
aus lokalen Gründen nebst den
Einwölbungsringen zwei dort bestandene
Eisenstege (Kobingersteg
und Storchensteg) in
geänderter Form belassen
worden.
Von der Johannesgasse
(I. Bezirk) abwärts
bis zum Donaukanale
wird der Wienfluß
noch durch sechs
Brücken übersetzt.
Von diesen wurde die
von früher her bestehende
Karolinenbrücke
(Abb. 303)
— welche im Jahre
1857 nach dem Neville-System
erbaut
wurde, eine Spannweite
von 37 m und
eine Breite von 5'8 m
besitzt — nur verstärkt
und gehoben.
Die nächstfolgende
Ungarbrücke
(siehe Abb. 304) ist
aus Teilen der im
Jahre 1872 im Zuge der Johannesgasse nach den Plänen von Köstlin und Battig erbauten Tegetthoffbrücke
hergestellt, indem von den neun Bogenträgern, aus denen die Brücke bestand, sieben wieder
verwendet wurden. Die Brücke dient ebenso wie die Karolinenbrücke nur für den Fußgeherverkehr.
Die Spannweite der Bogenträger beträgt 34 47 m, die Pfeilhöhe 1 '70 m, die derzeitige Breite 10 m. Die
aus vier Quadranteisen bestehenden Bogen besitzen drei Gelenke, von denen jedoch die Kämpfer-Abb.
300. Querschnitt der Kaiser Josefs-Brücke. 1: 250.