wie langjährige Beobachtungen übereinstimmend gezeigt haben, ihren höchsten Stand bereits verlassen,
so daß die Entleerung der Becken ohne höhere Inanspruchnahme des Ablaufgerinnes erfolgt.
Ein Teil der Anlagen erstreckt sich
längs des Wienflusses von der Reichsstraßenbrücke
in Weidlingau bis zur Haltestelle
Hütteldorf-Bad der Westbahn. Von
der genannten Brücke an wird der Wienfluß
zwischen regulierten Böschungen in
seinem alten Niveau eine kurze Strecke
hindurch bis zu einer durch einen entsprechend
geformten Betonkörper versicherten
Sohlenstufe geführt; hierdurch
wird ein Absturz zu einer 2 5 m tiefer
liegenden Künette hergestellt, welch letztere
sich 700 m weiter allmählich bis zur Tiergartenmauer
zu einem Vorbecken erweitert.
Diese in das Erdreich eingegrabene, mit
einem eisernen Rechen versehene Haltung
dient als Ablagerungsbecken für Geschiebe und größere Schwimmgegenstände. Den Abschluß
dieses Vorbeckens gegen die weiteren, flußabwärts gelegenen Haltungen bildet eine Betontraverse
mit einem in der Achse des Flußgerinnes gelegenen Verteilungswerke. Dieses Werk
enthält eine Eisenkonstruktion, bestehend aus sechs übereinander angeordneten, wagrechten
eisernen Balken, welche auf Rollen in lotrechten Quernischen laufen und durch eine Aufzugsvorrichtung
beliebig gestellt werden können; ihm fällt die Aufgabe zu, die ankommenden
Hochwässer in der schon angedeuteten Weise zu verteilen, beziehungsweise aufzustauen. Die
flußabwärtigen Becken bedecken die gesamte Fläche zwischen dem neuen Flußgerinne und
der Tiergartenmauer, beziehungsweise der Hofjagdstraße und enden in dem Engpässe zwischen
jener Mauer und dem Westbahndamme bei Hütteldorf-Bad. Sie sind gleichfalls in das Gelände
versenkt und voneinander durch Betontraversen (siehe Abb. 335 und 336) getrennt, die so angelegt
sind, daß die gestauten Wasserspiegel um je 2 m abfallen, was dem durchschnittlichen Wienflußgefälle
(etwa 5°/oo) entspricht. Der Abfluß erfolgt in der Höhe der Traversenkronen von selbst,
während die darunter gelegenen Wassermengen sich durch in den Wehrkörper oberhalb der Sohle
eingelegte, stets offene Rohre nach unten entleeren oder auch durch Schleusen in das regulierte
Abb. 336. Betontraverse zwischen zwei Wasserhaltungen
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Abb. 337. Ansicht des Endwerkes der Bassinanlagen in Weidlingau.
Gerinne abgelassen werden können. Die Beckenböden, die aus geneigten, durchschnittlich mit
der regulierten Flußsohle gleich hoch liegenden Flächen bestehen und durch Besämung gesichert
sind, werden durch gepflasterte Gräben entwässert. Von dem Verteilungswerke ab
wird der Wienfluß in einem von den Reservoirs durch eine Betonmauer vollkommen
getrennten Gerinne, dem sogenannten Umlaufgraben (siehe Abb. 334), geführt, der als
ein 1300 m langer Durchstich erscheint und knapp an die Linzer Poststraße, beziehungs-