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Wasserbauten.
weite von Weidlingau bis zum Schikanedersteg ausgeführt, für deren Betrieb 9 Lokomotiven
und 290 Lowries — außer den für den Verkehr in Weidlingau selbst bestimmten — angeschafft
wurden; die Gleislänge betrug 32km. Die Bauarbeiten in dieser Strecke sind Ende 1899 fertiggestellt
worden.
Die Flußstrecke vom Schikanedersteg bis zum Donaukanale ist zugleich mit einem Baulos
der Wiener Stadtbahn, vom Schikanedersteg bis zum Hauptzollamtsbahnhof reichend, vergeben
worden. Für diese Teilstrecke war der Transport des Aushubmaterials nach Weidlingau, beziehungsweise
die Zufuhr von Schotter und Sand von dorther ausgeschlossen. Deshalb überließ
die Gemeinde die bezüglichen Einrichtungen ganz dem Ermessen der Bauunternehmung; doch
erwirkte sie letzterer zur Beschaffung des erforderlichen Sandes und Schotters die behördliche
Bewilligung zur Baggerung in der Donau und gestattete ihr die Verwendung des beim Aushub
im Wienfluß selbst gefundenen, als qualitätsmäßig erkannten Sandes und Schotters zur Mauerung.
Die Aushubmassen, welche zusammen rund 600.000 m 3 umfaßten, während an Mauerwerk etwa
300.000 m 3 zu leisten waren, sollten zunächst auf Zwischenlagerplätze, für welche die Flächen
der ehemaligen Parkanlagen am rechten Wienflußufer von der Elisabeth- bis zur Schwarzenbergbrücke,
des ehemaligen Reservegartens und eines großen Teiles des Kindergartens bestimmt
wurden, gelagert, um seinerzeit auf die Einwölbung, beziehungsweise in die Anschüttungen
hinter den Mauern gebracht zu werden. Der Erdtransport erreichte die Höhe von etwa 410.000 m 3 .
Die Arbeiten wurden Ende Jänner 1897 in Angriff genommen. Die Arbeiten waren namentlich
längs der Lothringerstraße recht gefährlicher Natur, da die Baugruben für das linke Widerlager,
welche mit Rücksicht auf das hochliegende Gelände bis zu 16 m Tiefe erreichten, in große
Nähe an die Häuser herantraten; so ist z. B. beim Hause Lothringerstraße Nr. 13 (gegenwärtig
Nr. 1) die 16 m tiefe Baugrube bis auf 3’5 m Entfernung an die Hausflucht herangerückt,
während die Fundamente des Gebäudes nur bis zu etwa 7 m Tiefe hinabreichten. Infolge der
großen Vorsicht und des gut ausgeteilten, schachtweisen Vorschreitens sind jedoch diese
Arbeiten ohne Unfall durchgeführt und 1899 zum Abschlüsse gebracht worden. Gegenwärtig
sind noch kleinere Ergänzungsarbeiten im Weidlingauer Gebiet, die Arbeiten zur architektonischen
Ausgestaltung vom
Einwölbungsportale in
der Johannesgasse bis zur
Karolinenbrücke sowie
die Sohlenpflasterung
unterhalb der Marxerbrücke
im Zuge.
Die Regulierungsarbeiten
waren seit 1895
durch wiederholte Hochwässer
gestört, von denen
jedoch nur das Ende
Juli 1897 abgegangene
größere Schäden anrichtete;
in der Folge war
der Hochwassergang
einesteils wegen der
rasch vorschreitenden
Sohlenvertiefung, anderseits
mit Rücksicht darauf,
daß immer mehr die
Anlaß zu Verstopfungen
gebenden Bauhölzer aus dem der Vollendung entgegengehenden Gerinne verschwanden, weniger
gefährlich, doch richtete auch das Hochwasser vom Mai 1899 großen Schaden an der in der
Mauerung begriffenen Sohle an.
Abb. 344. Flußaufwärtige Ansicht der Kaiser Franz Josefs-Brücke in Hietzing.
An den Kosten der Wienflußregulierung beteiligten sich der Staat und das Land
Niederösterreich mit der festen Summe von je 10 Millionen Kronen, der Rest ist von der Gemeinde
Wien zu tragen. Die Gesamtbaukosten werden sich auf rund 50 Millionen Kronen
belaufen.