Die Wienflußregulierung.
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Die oberste Leitung des Baues lag in den Händen des Stadtbaudirektors k. k. Oberbaurat
Franz Berger; die Bauleitung führte Baurat Franz Kindermann, während an der Spitze der
einzelnen, bereits aufgelösten Sektionen die Bauinspektoren Alexander Swetz, Dr. Martin Paul und
dipl. Ingenieur Heinrich Mayer sowie Oberingenieur Hugo Vietoris standen. Seit Anfang des Jahres
1902 werden die Erhaltungsarbeiten in eige
ner Regie der Gemeinde durchgeführt. Der
Aufsichts- und Erhaltungsdienst in Weidling-
au und Wien steht unter der Oberaufsicht
des Baurates Kindermann und der ihm
beigegebenen Bauinspektoren Swetz und
Dr. Paul, welche auch die noch im Zuge
befindlichen Bauarbeiten leiten; die unmittel
bare Überwachung und den Hochwasser
dienst besorgen 2 Revisoren, 4 Assistenten
und 5 Aufseher. 1 Revisor, 1 Assistent und
1 Aufseher wohnen in einem in Weidlingau
eigens aufgeführten Aufsichtsgebäude (siehe
Abb. 345) und sind daher ständig am Platze.
Eine eigene Telephon- und Telegraphen
leitung vom Rathause, beziehungsweise von
der Feuerwehrzentrale und von der Aus
mündung des Wienflusses in den Donau
kanal bis Weidlingau und nach Tullnerbach und Breitensee ermöglicht mit ihren zahlreichen
Sprechstellen und Stationen eine sichere Ansagung des Hochwassers und eine rasche Verbin
dung mit allen Funktionären.
Abb. 345. Aufsichtsgebäude in Weidlingau.
Literaturnachweis.
Proj'ekt für die Wienflußregulierung in Verbindung mit der Stadtbahnfrage. Vom Stadtbauamte. Wien 1882.
Bericht der Experten über die Wienflußregulierung. 1882.
Bericht über die Ermittlung der Profile. Stadtbauamt. 1885.
Bericht der Experten hierüber. 1886.
Detailprojekt für die Wienflußregulierung. Stadtbauamt. 1887.
Bericht des Stadtrates hierüber. Wien 1893.
Berichte der Kommission für Verkehrsanlagen. Jährlich.
Verwaltungsberichte des Bürgermeisters.
Die Wasserversorgung etc. Festschrift, bearbeitet vom Stadtbauamte. 1901, bei Gerlach & Co.
Die Assanierung von Wien. Leipzig 1902, bei W. Engelmann.
Die Regulierung und Einwölbung des Wienflusses. Von Dr. M. Paul. Deutsche Bauzeitung 1903.
Juli 1904.
Dr. Martin Paul.