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Gärten und Friedhöfe.
aus gußeisernen Säulen mit Maschengitter auf Steinzeugsockel. Die Kosten pro laufenden
Meter stellen sich hierfür auf 13 bis 14 K, Für Gartenanlagen wird in der Regel das in
Abb. 361 dargestellte Gitter verwendet, welches aus Gußeisenständern von l'20m Höhe und
zwei Durchzugstangen besteht. Die unteren Felder sind entweder durch ein Gitter aus
Schuppen oder steifgeripptem Maschen
geflecht abgeschlossen. Der Sockel wird
aus Stein oder Beton hergestellt. Dieses
Gitter kostet pro 1 m 24 bis 25 K. Größere
Gärten und Parks erhalten meist besser aus
gestattete, höhere Gitter, wie sie in den
Abb. 362 und 363 dargestellt sind.
Die zur Erhaltung und Anpflanzung
der öffentlichen Gärten notwendigen Bäume,
Gesträuche und Pflanzen werden in eigenen
städtischen Baumschulen und Gewächs
häusern herangezogen. Der größte Teil der
selben wird der Baumschule zu Albern
entnommen, welche ein Ausmaß von rund
183.800 m' 2 besitzt und jährlich zirka
45.000 Bäume und Sträucher liefert.
Zur Heranziehung der zur Aus
schmückung der Anlagen sowie für De
korationszwecke nötigen Blumen und Blatt
pflanzen dienen im ganzen 17 Glashäuser
und Gewächshäuser. Der Städtische Reservegarten im k. k. Prater (Vorgartenstraße) besitzt
ein Ausmaß von 34.700 m 2 und verfügt über elf Glashäuser. Ein großes Palmenhaus von
540 m 2 Bodenfläche ist im Bau begriffen.
Die Kosten der Erhaltung der städtischen Gartenanlagen betrugen im Jahre 1901
438.671 K ö. W. an ordentlichen
und 384.888 „ „ „ an außerordentlichen Ausgaben für Herstellung
und Erneuerung von Gartenanlagen und Alleen.
Literaturnachweis.
Wiener Gärten im Jahre 1890. Von Aug. Czullik. Ad. Lehmann, Wien.
Wiens öffentliche Gärten und Bäder.
Verwaltungsberichte des Bürgermeisters und statistische Jahrbücher der Stadt Wien.
Mai 1904. Max Moßbäck.
Abb. 364. Wetterhäuschen im Stadtpark.
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