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Gärten und Friedhöfe.
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Im Hintergründe des sehr geräumigen Kapellenhofes wird sich eine Begräbniskirche er
heben. Der zentrale Kuppelraum erhält einen Durchmesser von 22 70 m und eine lichte Höhe
von 39'60 m. Die größte Längen- und Breitenausdehnung beträgt 44 m auf 60 m. Die Unter
kirche bietet Raum für die Aufstellung der Monumente für die 30 darunter befindlichen Grüfte
mit einem Fassungsraum von zusammen 828 Särgen. In den rückwärts anschließenden An
bauten sind vier Mausoleen und zehn Arkadengrüfte vorgesehen. Die großen, viertelkreis
förmigen Arkaden- und Ko
lumbarienbauten enthalten je
zwei größere Mausoleen,
dann 30 Arkadengrüfte und
344 Kolumbarien. Die An
lage wird also nach Fertig
stellung in den vier Arkaden
bauten Raum für acht Mau
soleen, 120 Arkadengrüfte
und 1376 Kolumbarien bieten.
Anläßlich der Vereini
gung der Vororte mit Wien
sind nachfolgend angeführte
ehemalige Ortsfriedhöfe in die
Verwaltung der Gemeinde
Wien übergegangen und
werden für Beerdigungs-
zweckc der betreffenden Ge
bietsteile Wiens verwendet:
1. Der Simmeringer
Friedhof für den XI. Bezirk,
2. der Meidlinger Friedhof
für den XII. Bezirk, 3. der
Hetzendorfer Friedhof für die
ehemalige Gemeinde Hetzen
dorf (XII. Bezirk), 4. der Alt-
mannsdorfcr Friedhof für die
ehemalige Gemeinde Alt
mannsdorf (XII. Bezirk), 5. der
Hietzinger Friedhof im XIII.
Bezirke, 6. der Lainzer Fried
hof im XIII. Bezirke, 7. der
Ober-St. Veiter Friedhof im
XIII. Bezirke, 8. der Baum
gartner Friedhof im XIII. Be
zirke, 9. der Hütteldorfer
Friedhof im XIII. Bezirke,
10. der Ottakringer Friedhof
im XVI. Bezirke, 11. der Her-
nalser Friedhof im XVII. Be
zirke, 12. der Dornbacher
Friedhof im XVII. Bezirke, 13. der Gersthofer Friedhof im XVIII. Bezirke, 14. der Döblinger
Friedhof im XIX. Bezirke, 15. der Grinzinger Friedhof im XIX. Bezirke, 16. der Sieveringer
Friedhof im XIX. Bezirke, 17. der Friedhof Neustift am Wald, 18. der Pötzleinsdorfer Friedhof,
19. der Heiligenstädter Friedhof, 20. der Friedhof im Kahlenbcrgerdorfe. Die Abb. 366 und 370
zeigen Teile einiger dieser alten, malerischen Begräbnisstätten.
Auch die von den Vororten übernommenen Friedhöfe erwiesen sich im Laufe der Zeit
infolge Anwachsens der Bevölkerung als zu klein und wurden wiederholte Erweiterungen der
selben ausgeführt.
Abb. 370. Partie aus dem Döblinger Friedhofe.
Juli 1904.
Moriz Filippi.