MAK

Full text: Wien am Anfang des XX. Jahrhunderts : ein Führer in technischer und künstlerischer Richtung, Band 1: Charakteristik und Entwicklung der Stadt, Ingenieurbauten

364 
Gärten und Friedhöfe. 
Hsr- 
Im Hintergründe des sehr geräumigen Kapellenhofes wird sich eine Begräbniskirche er 
heben. Der zentrale Kuppelraum erhält einen Durchmesser von 22 70 m und eine lichte Höhe 
von 39'60 m. Die größte Längen- und Breitenausdehnung beträgt 44 m auf 60 m. Die Unter 
kirche bietet Raum für die Aufstellung der Monumente für die 30 darunter befindlichen Grüfte 
mit einem Fassungsraum von zusammen 828 Särgen. In den rückwärts anschließenden An 
bauten sind vier Mausoleen und zehn Arkadengrüfte vorgesehen. Die großen, viertelkreis 
förmigen Arkaden- und Ko 
lumbarienbauten enthalten je 
zwei größere Mausoleen, 
dann 30 Arkadengrüfte und 
344 Kolumbarien. Die An 
lage wird also nach Fertig 
stellung in den vier Arkaden 
bauten Raum für acht Mau 
soleen, 120 Arkadengrüfte 
und 1376 Kolumbarien bieten. 
Anläßlich der Vereini 
gung der Vororte mit Wien 
sind nachfolgend angeführte 
ehemalige Ortsfriedhöfe in die 
Verwaltung der Gemeinde 
Wien übergegangen und 
werden für Beerdigungs- 
zweckc der betreffenden Ge 
bietsteile Wiens verwendet: 
1. Der Simmeringer 
Friedhof für den XI. Bezirk, 
2. der Meidlinger Friedhof 
für den XII. Bezirk, 3. der 
Hetzendorfer Friedhof für die 
ehemalige Gemeinde Hetzen 
dorf (XII. Bezirk), 4. der Alt- 
mannsdorfcr Friedhof für die 
ehemalige Gemeinde Alt 
mannsdorf (XII. Bezirk), 5. der 
Hietzinger Friedhof im XIII. 
Bezirke, 6. der Lainzer Fried 
hof im XIII. Bezirke, 7. der 
Ober-St. Veiter Friedhof im 
XIII. Bezirke, 8. der Baum 
gartner Friedhof im XIII. Be 
zirke, 9. der Hütteldorfer 
Friedhof im XIII. Bezirke, 
10. der Ottakringer Friedhof 
im XVI. Bezirke, 11. der Her- 
nalser Friedhof im XVII. Be 
zirke, 12. der Dornbacher 
Friedhof im XVII. Bezirke, 13. der Gersthofer Friedhof im XVIII. Bezirke, 14. der Döblinger 
Friedhof im XIX. Bezirke, 15. der Grinzinger Friedhof im XIX. Bezirke, 16. der Sieveringer 
Friedhof im XIX. Bezirke, 17. der Friedhof Neustift am Wald, 18. der Pötzleinsdorfer Friedhof, 
19. der Heiligenstädter Friedhof, 20. der Friedhof im Kahlenbcrgerdorfe. Die Abb. 366 und 370 
zeigen Teile einiger dieser alten, malerischen Begräbnisstätten. 
Auch die von den Vororten übernommenen Friedhöfe erwiesen sich im Laufe der Zeit 
infolge Anwachsens der Bevölkerung als zu klein und wurden wiederholte Erweiterungen der 
selben ausgeführt. 
Abb. 370. Partie aus dem Döblinger Friedhofe. 
Juli 1904. 
Moriz Filippi.
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.