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Full text: Wien am Anfang des XX. Jahrhunderts : ein Führer in technischer und künstlerischer Richtung, Band 1: Charakteristik und Entwicklung der Stadt, Ingenieurbauten

Märkte und Schlachthäuser. 
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Abb. 377- Rinderschlachthalle in St. Marx. 
Abb. 378. Querschnitt des Schlachthauses der Selcher. 
selben cingebrachten Lebensmittel, wie Fleisch, Ge 
flügel, Wildbret, Butter, Eier etc., Wochen-, ja monate 
lang aufbewahrt werden können, ohne Schaden zu 
erleiden. Die große Flcischkühlhalle ist mit 153 Zellen 
ausgestattet, welche vom Vorkühlraume aus durch 
Quergänge zugänglich sind. Die maschinelle Einrich 
tung besteht derzeit aus zwei C0. 2 -Kühlmaschinen 
der Firma L. A. Riedinger, Augsburg-Wien, für eine 
stündliche Leistung von je 135.000 Kal. Zum An 
triebe der Kompressoren 
dienen zwei Tandem 
dampfmaschinen mit 
Ventilsteuerung und Kon 
densation, für 8 Atmo 
sphären Betriebsdruck 
gebaut. Die Kesselanlage 
besteht aus zwei Corn 
wall-Dampfkesseln von je 
70 m- Heizfläche, auf 
8 Atmosphären Über 
druck konstruiert. Die 
gesamte Dampfanlage 
wurde von der Prager Maschinenbau-Aktiengesellschaft vormals Ruston 
Durch die Anlage der Stadt- und Verbindungsbahn einerseits, welche 
14 Gleisen an der Großmarkthalle 
importierten Fleischwaren besorgt, 
F Fettschmelze. 
V Vorraum. 
RB Rollbahn. 
AT Arbeitstisch. 
KW Kaltwasser. 
BB Brühbottich. 
StK Stechraum. 
WT Wasserturm. 
AR Arbeitsraum. 
K Kühlraum. 
A Aufzug. 
Abb. 379. Längenschnitt des Schlachthauses der Selcher. 
& Co. geliefert, 
in einer Breite von 
vorbeiführt und die Zufuhr sowie die Ausladung der 
ergab sich die Gelegenheit, dem Raummangel in der 
Großmarkthalle abzuhelfen und gegenüber derselben eine neue, etagierte Markthalle 
zu erbauen, welche ausschließlich zum Verkauf des von auswärts zugeführten Fleisches dient 
(siehe Abb. 382). Dieser neue Hallcntrakt ist mit der alten Großmarkthalle durch eine eiserne 
Bd. I.
	        
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