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Gebäude für Kultuszwecke.
Im Inneren ist die aus orientalischem Zypressenholz ausgeführte, reich gezierte und mit Bildern
geschmückte Ikonostasis hervorzuheben.
Die Oberkirche ist mit 200 elektrischen Glühlampen beleuchtet, die Nebenräume und
die Unterkirche, welch letztere zum täglichen Gottesdienst dient, während die Oberkirche nur
an hohen Feiertagen geöffnet wird, sind mit Gas beleuchtet. Die Heizung der Kirche geschieht
mittels einer außerhalb der Kirche angebrachten Niederdruckdampfheizung. Der Bau wurde im
Jahre 1893 begonnen und 1899 vollendet. Die Kosten, welche durch eine Spende des Kaisers
Alexander III. von Rußland gedeckt wurden, betrugen 920.000 K.
Die Kirche St. Barbara der unierten Griechen, I., Postgasse 8 (Abb. 156),
wurde 1572 erbaut und gehörte den Jesuiten. 1772 nach Aufhebung der Jesuiten wurde sie
zur griechischen Kirche eingerichtet, wie einem alten Plane zu entnehmen, der im Archiv des
Wiener Stadtbauamtes aufbewahrt ist und nach welchem der Grundriß hergestellt wurde. Ab
gesehen von der aus letzterer Zeit stammenden Fassade und des Zubaues einer kleinen Kapelle
hinter der Sakristei, ist der alte Bestand noch erhalten. Das Kirchlein besitzt einige Geschenke
der Kaiserin Maria Theresia und hübsche Altarbilder, von denen die Darstellungen des heiligen
Spiridion von Palamino und des heiligen Nikolaus von Kästner hervorzuheben sind.
Die Kirche zum hl. Georg der nichtunierten Griechen (türkische Untertanen),
I., Hafnersteig 2 (Abb. 157),
wurde 1803 durch den Baumeister Franz Wipplinger erbaut und 1898 an den Fassaden und
auch im Inneren umgestaltet. Sie ist von zwei Seiten freistehend, sonst in Verbindung mit dem
der griechischen Gemeinde gehörigen Wohnhause Hafnersteig Nr. 2, durch welches auch ein
Zugang besteht. Der Eingang findet von der Griechengasse statt. Der Raum ist einschiffig, mit
Chorempore; eine in Mauerwerk und mit reichem Bilderschmuck ausgeführte Ikonostasis trennt
den Altar vom Betraum, der auch mit reichem Bilderschmuck versehen ist. Die Fassade am
Hafnersteig wurde anläßlich der Renovierung mit einem hübschen Giebel versehen, der in
plastischer Darstellung den heiligen Georg zeigt. An der Ecke erhebt sich ein nettes lürmchen.
Max Fleischer.