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Full text: Wien am Anfang des XX. Jahrhunderts : ein Führer in technischer und künstlerischer Richtung, Band 2: Hochbau und Architektur, Plastik und Kunstsammlungen

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Gebäude für den kaiserlichen Hof. 
5. Der Leopoldinische Trakt. 
Im Jahre 1660 wurde von Kaiser Leopold I. dieser, den Inneren von dem Äußeren Burgplatze tren 
nende Burgflügel als Verbindung des Schweizerhofes mit dem Cillyer-(Amalien-)Hofe und als kaiserlicher 
Wohn- und Haupttrakt zu bauen begonnen und im Jahre 1666 vollendet. Schon zwei Jahre darauf (1668) 
brannte das Gebäude ab, wurde sodann wieder aufgeführt und war in weiteren zwei Jahren (1670) voll 
endet. Auch-dieser Trakt erfuhr unter Kaiserin Maria Theresia namhafte Adaptierungen, unter anderen 
den Umbau der „Adlerstiege“. 
Im Parterre dieses Traktes ist die Militär-Hauptwache und die Offize des Hof-Weinkellers 
untergebracht. Die Weinkeller selbst bestehen aus drei Etagen unterhalb des Gebäudes. 
Das Mezzaningeschoß ist gegen den Franzensplatz von der Militärkanzlei Sr. Majestät 
okkupiert; die ganze Länge des Traktes gegen den Äußeren Burgplatz durchläuft der soge 
nannte Kontrollorgang. Das erste Stockwerk enthält das Zeremoniell-Appartement (gegen den 
Franzensplatz) und das große Fremden-Appartement (gegen den Äußeren Burgplatz). In dem 
ersteren befinden sich als Wandschmuck prachtvolle Gobelins nach Entwürfen von Charles
	        
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