Gebäude der Reichsverwaltung.
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der Staatsschuld und
einiger Rechnungsabteilungen.
Die teilweise zweigeschossigen
Keller beider
Gebäude sind amtlichen
Zwecken dienstbar
gemacht. Gegenwärtig
wird teils zur
Raumgewinnung, teils
zur Schaffung der notwendigen
Sicherheit ein
Ausbau für beide Gebäude
und zugleich
deren Freilegung gegen
die Nachbarrealitäten
ausgeführt, zu welchem
Zwecke zwei der letzteren
(Kumpfgasse 6
und 8) vom Ärar erworben
wurden.
J. Meixner u. Änderte. Abb. 220. Finanzgebäude, III., Vordere Zollamtsstraße.
Finanz-Landesdirektionsgebäude, III., Vordere Zollamtsstraße 3.
Dieses Gebäude wurde in den Jahren 1846—1848 nach den Plänen des Hofbaurates
Paul Sprenger ausgeführt. Die Architektur ist in dem Sprenger eigentümlichen einfachen Renaissancestil
gehalten, der auf französischen Vorbildern fußte. Das Gebäude besitzt über dem imposanten
Toreingange Statuenschmuck von Klieber. Heute dient das Gebäude zur Unterbringung der
k. k. Finanz-Landesdirektion, des Zentral-Mappenarchives und des Filial-Punzierungsamtes. Größere
Umgestaltungen wurden an dem Gebäude seit dessen Erbauung nicht vorgenommen.
R. Koppensteiner.
Finanzgebäude, III., Vordere Zollamtsstraße 5 und 7 (Abb. 216 bis 220).
Diese wurden als Ersatzobjekte für den zu demolierenden „Jakoberhof“ ausgeführt. Die im
Zusammenhänge mit der Stadtbahn festgestellten neuen Straßenregulierungen haben zur Ausführung
zweier getrennter Amtsgebäude geführt. Der Bau wurde im April 1898 begonnen und
im April 1901 beendet. Die Fundierung wurde gleichzeitig mit der Herstellung des gedeckten
Einschnittes der Wiener Stadtbahn, deren Trace tunnelartig durch die Souterrains der beiden
Gebäude läuft, durchgeführt (Abb. 217). Die Fundierung der Haupt-und Mittelmauern an jenen
Stellen, wo dieselben über den gedeckten Einschnitt der Stadtbahn führen, erfolgte teilweise
durch mit Beton umhüllte Gitterträger.
Die Hauptfassade des Gebäudes Nr. 5 wurde anklingend an jene des Postpaketgebäudes
behandelt. Das Gebäude Nr. 7 wurde selbständig und mit Berücksichtigung der freien Lage
gegen die Ringstraße in kräftigerer Gliederung gehalten. Die Einteilung der Gebäude ist aus
den Grundrissen zu ersehen.
Die Beheizung beider Gebäude erfolgt durch Niederdruckdampfheizung, deren Kesselanlagen
sich in den Souterrains befinden. Beide Gebäude sind elektrisch beleuchtet und mit
elektrischen sowie mit Handaufzügen versehen.
In den Gebäuden sind derzeit untergebracht: Im Gebäude Nr. 5 einige Fach-Rechnungsdepartements
des k. k. Finanz-Ministeriums, das k. k. Zentral-Tax- und Gebührenbemessungsamt,
die k. k. Taxamtskassa, das k. k. Zentral-Stempelamt, die k. k. Technische Finanz-Kontrolle
und die Finanzwach-Kontrolle; im Gebäude Nr. 7 die Fach-Rechnungsdepartements II und V
des k. k. Finanz-Ministeriums, die Lotto-Gefällsdirektion, die Finanz-Bezirksdirektion, das Lithographische
Institut des Grundsteuerkatasters und das Zentral-Mappenarchiv.
Hillebrand.