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MAK

Full text : Wien am Anfang des XX. Jahrhunderts : ein Führer in technischer und künstlerischer Richtung, Band 2: Hochbau und Architektur, Plastik und Kunstsammlungen

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Gebäude  für  Bildung  und  Unterricht.

So  groß  jedoch  die  Übereinstimmung  der  zwei  Gebäude  am  Äußeren  ist,  so  verschieden
ist  mit  Rücksicht  auf  ihre  Bestimmung  die  Anordnung  der  Innenräume.  Letztere  erforderte  beim
Kunsthistorischen  Hofmuseum  für  die  im  Hochparterre  befindlichen  Sammlungen  von  Antiken,
kunstgewerblichen  Gegenständen  und  Waffen  möglichst  reflexfreies,  reichliches  Seitenlicht,  was
den  Architekten  veranlaßte,  die  größeren  Ausstellungsräume  an  die  Fassaden  zu  verlegen.
Die  Gemäldesammlung  wieder  bedingte  für  eine  Reihe  von  Sälen  Oberlicht,  für  andere,  kleinere
Säle  Seitenlicht,  wodurch  die  Verlegung  der  großen  Oberlichträume  an  die  Hofseiten  erforderlich ­
  wurde.  Im  Naturhistorischen  Museum  gestatteten  die  Umstände  eine  gleichartige  Grundrißlösung ­
  in  allen  Stockwerken.
Die  Ausstattung  der  Innenräume  ist  in  beiden  Hofmuseen,  ihrem  Charakter  und  der  zur
Zeit  ihrer  Erbauung  herrschenden  Auffassung  entsprechend,  eine  überaus  prächtige.  Besonders

Abb.  263.  Naturhistorisches  Hofmuseum.  Erster  Stock.  1:1200.

II,  III,  VIII,  IX,  XII,  XIII,  XVIII,  XIX,  XXI,  XXIV,  XXVII,  XXVIII,  XXXI,  XXXII  Oberlichtsäle.

gilt  dies  vom  Kunsthistorischen  Museum,  wo  Monolithsäulen  aus  verschiedenfarbigen,  kostbaren ­
  Graniten,  deren  Basen,  Kapitale  und  Gebälk  aus  Marmor  mit  reichen  Verkleidungen
aus  Goldbronze  ausgeführt  sind  und  die  Säle  des  Hochparterres,  des  großen  Eingangsvestibüles  und
die  mächtige,  von  Galerien  umgebene  Treppe  sowie  den  hohen  Kuppelraum  im  ersten  Stockwerke ­
  zieren.  Von  den  vier  Geschossen  dieses  Gebäudes  ist  das  Tiefparterre  teilweise  für
Dienstwohnungen,  Depots  und  Arbeitsräume,  teilweise  für  die  Bibliothek  und  das  Lapidarium
bestimmt.  Im  Hochparterre  sind  für  die  kunsthistorischen  Sammlungen  des  Allerhöchsten  Kaiserhauses ­
  23  große  und  14  kleine  Ausstellungsräume  mit  einer  Gesamtbodenfläche  von  4154-35  m 2
            
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