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Full text: Wien am Anfang des XX. Jahrhunderts : ein Führer in technischer und künstlerischer Richtung, Band 2: Hochbau und Architektur, Plastik und Kunstsammlungen

Hochschulen und wissenschaftliche Institute. 
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Hauptfassade ist durch ihre architektonische Schönheit außerordentlich wirksam. Ebenerdig sind 
die zwei Eckfenster als halbrunde Nischen ausgebildet und mit je einem Brunnen geziert. 1 ) 
Im ersten Stocke tritt die Mauerfront zurück und bildet eine Loggia, deren Überdachung 
auf sechs Säulen, von denen vier paarweise gestellt sind, ruht. Weitaus imposanter sind noch 
Abb. 270. Akademie der Wissenschaften (Alte Aula), I., Universitätsplatz. 
die beiden Seitenfassaden des Gebäudes, welche insbesondere im ersten Stocke palastartig 
durchgebildet sind. Im Inneren fesseln die geräumige Halle sowie die großen Stiegen 
anlagen die Aufmerksamkeit. Im ersten Stockwerke ist über der Halle und ihr an Aus 
dehnung gleich der 381 m 2 messende Universitätssaal gelegen, die „Alte Aula“, 'jetzt der 
Festsaal der kaiserlichen Akademie der Wissenschaften. Auf die Ausstattung des Saales wurde 
vom Architekten das Schwergewicht gelegt: Stukkomarmor-Wandverkleidungen und Pilaster mit 
einer hohen Attika zieren den Saal, der durch beide Stockwerke reicht und gut beleuchtet 
ist. Einen Hauptschmuck des Saales bildet das herrliche, gut erhaltene Deckengemälde von 
*) Siehe Allgemeine Bauzeitung. 1880.
	        
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