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Gebäude für Bildung und Unterricht.
zweite Sektion in die Hochschule für Bodenkultur, deren Errichtung' vom Reichsrate im Jahre 1872 be
willigt worden war. Die Unterbringung der forstlichen Lehrkanzeln erfolgte im Jahre 1875 nach notdürftiger
Adaptierung im Hause Nr. 17 der Skodagasse im VIII. Bezirke. Den Bemühungen der Rektoren der Hoch-
schule, insbesondere des Hofrates Dr. W. Exner, der damals Reichsratsabgeordneter war, ist es gelungen
in der Session 1894 des Reichsrates ein Gesetz s
zu erwirken, demzufolge für den Neubau der
Hochschule samt Grundankauf ein Betrag von
1,260.000 K bewilligt wurde.
Als Bauplatz für diese Hochschule
wurde ein bis dahin dem k. k. Militärärar
gehöriger Grund auf der Türkenschanze
im XIX. Bezirke gewählt, für welche Wahl
sowohl der geringe Preis als auch der
Vorteil einer schönen und gesunden Lage,
endlich auch der Umstand maßgebend
erschien, daß sich Großstädte erfahrungs
gemäß gegen Westen hin entwickeln. Das
Bauprojekt wurde im Hochbaudeparte
ment des k. k. Ministeriums des Innern,
und zwar vom damaligen Oberingenieur
Alois Koch ausgearbeitet, welcher auch
mit der Durchführung des Baues betraut
war. Wie die Abb. 294 zeigt, besteht die
neue Hochschule aus zwei Gebäuden;
aus dem Haupt- und dem Chemiegebäude,
welche beide durch hölzerne Gänge mit
einander verbunden sind. Das Haupt
gebäude, dessen Hauptfront nach Osten Abb. 292 - Elektrotechnisches Institut,
gerichtet ist, hat eine Länge von 84 m bei
66 m Tiefe und besteht aus einem teilweise unterkellerten Tiefparterre, einem Hochparterre, einem
ersten und zweiten Stocke. Über dem Mittelrisalite und den vier Ecken sind turmartige Aufbauten
ausgeführt. Das Chemiegebäude im Hofe hat eine Länge von 35 4 m und eine Breite von 32 9 m.
Die Hochschule enthält außer den Räumen für 22 Lehrkanzeln mit ihren Laboratorien
und Sammlungen, dann den Räumen des Rektorates und der Bibliothek noch 9 Hörsäle, wo-
Abb. 293. Hochschule für Bodenkultur.