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Gebäude für Bildung und Unterricht.
Die k. k. Lehrerinnenbildungsanstalt, L, Hegelgasse 14 (Abb. 303, 304).
Bald nach dem Inkrafttreten des Reichsvolksschulgesetzes vom 14. Mai 1869 erfolgte die
Errichtung einer staatlichen Lehrerinnenbildungsanstalt in den Räumen der 1789 von Kaiser
Josef II. gegründeten k. k. Stadtmädchenschule
(Obere Bäckerstraße Nr. 755), welche gleichzeitig
zur Übungsschule der neuen Bildungsstätte
bestimmt wurde. Von allem Anbeginne erwiesen
sich die Räume der Anstalt als nach jeder
Richtung ungenügend und auch die im Jahre
1870 erfolgte Übersiedelung in das St. Anna-Gebäude
(Johannesgasse Or.-Nr. 4) war nur ein
Notbehelf, um so mehr, als durch Angliederung
mehrerer Bildungskurse sowie insbesondere durch
Eröffnung von Parallelklassen die verfügbaren
Räume zu eng wurden und das Gebäude auch
baufällig war. Aber erst im Jahre 1883 wurde
die Herstellung eines Gebäudes zur Unterbringung
der k. k. Lehrerinnenbildungsanstalt, der
Staatsgewerbeschule, der Vorbereitungsschule zur
Kunstgewerbeschule, des k. k. Schulbücherverlages
ifrid der k. k. statistischen Zentralkommission auf
dem sogenannten „Hegelplatze“ genehmigt.
Der Neubau, welcher nach den Plänen
der Architekten Avanzo und Lange ausgeführt
wurde, konnte im August 1885 bezogen werden.
Der mächtige Schulpalast ist ein freistehendes
Gebäude in italienischer Renaissance mit Souterrain,
Hochparterre, Mezzanin und drei Stockwerken.
Von den beiden Höfen ist der größere
mit einer Gartenanlage versehen und dient der Abb. 303. Lehrerinnenbildungsanstalt.
I. Staatsgewerbeschule.
II. Lehrerinnenbildungsanstalt.
III. Vorbereitungsschule
zur Kunstgewerbeschule.
IV. Schulbücherverlagsdirektion.
V. Statist. Zentralkonimission.
1: 800.
Abb. 304. Lehrerinnenbildungsanstalt, I., Hegelgasse. Erster Stock.
k. k. Lehrerinnenbildungsanstalt als Turn- und Spielplatz. Die Südostfront (Hegelgasse 14)
von 105 m Länge gehört fast ausschließlich der k. k. Lehrerinnenbildungsanstalt zu. Die der
Anstalt zur Verfügung stehenden Lehrräume befinden sich zumeist im ersten und zweiten
Stocke, der Festsaal, Zeichen- und Arbeitssäle und einige Sammlungen im dritten Stocke die
Direktionsräume und Wohnung im Mezzanin.
Samthche Räume einschließlich der Gänge und des Stiegenhauses sind hell und luftig
Die Volksschulklassen sind am geräumigsten und haben einen durchschnittlichen Flächeninhalt