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MAK

Full text : Wien am Anfang des XX. Jahrhunderts : ein Führer in technischer und künstlerischer Richtung, Band 2: Hochbau und Architektur, Plastik und Kunstsammlungen

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Humanitätsanstalten.

eine  unterirdische  Verbindung  von  2'6  m  Breite  und  2-8m  Höhe  zwischen  den  durch  die  Goldschlaestraße
dn  Wohnhaus  für‘den'ntëkto 6  he ,^ e ? ! tellt -  1897  ^.ein  Wohngebäude  für  die  Pflegeschwestern  und  1900
während  auf  das  t  eiëhpnh^s  u' 6  ■ Be c^ te , n  Un , d  Dl ? ner  und  für  Magazine,  endlich  ein  Glashaus  hinzu,
p  d  Lelch enhaus  noch  ein  Stockwerk  aufgesetzt  worden  ist.  Die  Kosten  aller  Erweiterungs-638
  000  K  reanZUnS ’ en  EtC  exk  uslve  Bettin a-PaviIlon  und  Grundankauf,  betrugen  in  den  Jahren  1892—1900

Abb.  342.
Elisabeth-Spital.  Bettina-Pavillon

Erster  Stock.  1  :  600.

Die  durch  die  Goldschlagstraße  getrennten  Flächen  des  k.  k.  Elisabeth-Spitales  haben
ein  Ausmaß  von  zusammen  27.230  m-.  Gegenwärtig  vermag  das  Spital  530  Kranke  aufzunehmen.
Die  Pläne  des  ersten,  in  den  Jahren  1889  und  1890  ausgeführten  Baues  verfaßte  der  den  Bau
leitende  Architekt  Sehnal,  während  die  Erweiterungsbauten  und
der  Bettina-Stiftungs-Pavillon  nach  Plänen  des  Architekten  Sehnal
und  des  k.  k.  Oberingenieurs  Franz  Berger  unter  der  Leitung
des  letzteren  ausgeführt  wurden.  Im  Souterrain  des  dreigeschossigen ­
  Administrationsgebäudes  befindet  sich  die  Anstaltsküche,
im  Waschhaus  ist  eine  Reservoiranlage  mit  Pumpstation  angelegt, ­
  weil  wegen  der  Nähe  des  Schmelzer  Hochquellenreservoirs
das  Hochquellenwasser  nur  im  Parterregeschoß  mit  natürlichem
Drucke  ausfloß.  Auf  dem  zweiten  Komplexe  südlich  der  Goldschlagstraße ­
  liegt  nahezu  in  der  Mitte  der  Bettina-Stiftungs-Pavillon
 1 ),  der  eine  gynäkologische  Abteilung  mit  60  Betten
enthält.  Im  Parterre  und  ersten  Stocke  sind  die  Kranken  in
vorherrschend  kleinen  Zimmern  untergebracht;  im  Mittelbau
sind  zu  ebener  Erde  ein  Ambulatorium  und  Wohnungen  für
Ärzte,  im  darüberliegenden  ersten  Stocke  die  geräumigen  Operationsräume ­
  untergebracht.  Der  Mitteltrakt  setzt  sich  als  zweites
Obergeschoß  noch  fort  und  enthält  Laboratorien  für  wissenschaftliche ­
  Arbeiten.  Im  Vestibül  dieses  Pavillons  ist  eine  vom
Bildhauer  Josef  Kassin  ausgeführte  Gruppe  „Die  Pflege“  mit
der  Büste  der  Baronin  Bettina  von  Rothschild  aufgestellt  Dieser
Abb.  343.  Plastik  im  Bettina-Paviiion.  Pavillon  hat  Niederdruckdampfheizung  und  ist  elektrisch  beleuchtet. ­


K.  k.  St.  Rochus-Spital,  XIII.,  Cumberlandstraße  53.  Unter  Verwendung  einer  Stiftung  kam
es  im  Jahre  1866  zur  Errichtung  des  Spitalcs  mit  einem  Belagraume  für  80  Betten.  Schon  1887
durch  Adaptierungen  und  einen  kleinen  Zubau  erweitert,  wurden  nach  Übernahme  durch  den
k.  k.  Krankenanstaltenfonds  1891  weitere  Adaptierungen  durchgeführt  und  im  Jahre  1899
ein  Zubau  mit  einem  Kostenaufwande  von  82.000  K  beigefügt,  so  daß  das  Krankenhaus  nun
90  Krankenbetten  enthält.  Die  Anlage  selbst  bietet  nichts  Bemerkenswertes.
K.  k.  Kronprinzessin  Stephanie-Spital,  XVI.,  Thaliastraße  52  54  (Abb.  344).  Das  Spital  wurde
im  Jahre  1885  mit  einem  Belagraum  für  108  Betten  eröffnet,  wozu  noch  20  Betten  des  Epidemietraktes ­
  kamen.  Die  Gesamtkosten  betrugen  335.000  K.  Auf  einer  Gesamtfläche  von  2370  mliegt
  der  dreigeschossige  Krankenpavillon  an  der  Thaliastraße,  welcher  eine  chirurgische  Abteilung ­
  nebst  Operationslokalitäten  und  eine  Kapelle  enthält,  im  zweigeschossigen  Trakte  an
der  Liebhartgasse  sind  die  Administrationsräume  und  die  Pflegeschwestern,  in  den  übrigen
teils  ein-,  teils  zweigeschossigen  Trakten  die  Prosektur  und  anderes  untergebracht.

’)  österreichische  Monatsschrift  für  den  öffentlichen  Baudienst.  1898,  Heft  6.
            
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