Krankenhäuser.
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1978 m 2 messenden Grundfläche zu schreiten, welcher nach den Plänen des Architekten
F. von Gruber in den Jahren 1896 und 1897 mit dem Kostenaufwande von 230.000 K für
Bau und Einrichtung ausgeführt wurde; die Bauten bestanden aus einem unterkellerten zwei
geschossigen Zubau an das bestehende Gebäude, der nur Ambulatoriums- und Operations
räume aufnimmt, aus einem Pavillon für Infek
tionskrankheiten und aus einem kleinen Leichen- —
hause. Der außerordentlich beengte Platz machte
eine vollständige Absonderung der den einzelnen
Infektionskrankheiten zu widmenden Räume in
besonderen Gebäuden unmöglich, doch ist jede
Abteilung direkt vom Freien zugänglich. Alle
Neubauten entsprechen in ihrer Detaildurch
führung den modernen Anforderungen. Die über- ~
baute Fläche mißt 87F78m 2 , an Krankenbetten
stehen nun 50 zur Verfügung. Gegenwärtig
werden jährlich zirka 1000 kranke Kinder im
Spitale verpflegt und zirka 19.000 ambulatorisch
behandelt.
Mädchen-Rekonvaleszentenheim Faniteum,
XIII., Ober-St. Veit, Gemeindeberg (Abb. 372,373).
Eine der jüngsten und sehenswertesten Humani- j|
tätsanstalten Wiens ist das vom Geheimen Rate 1
Karl Grafen Lanckororiski zum Andenken an
seine 1893 verstorbene Gemahlin errichtete Abb. 372. Faniteum. Obergeschoß, i: 6oo.
„Faniteum“, ein mit schöner Kapellenanlage ver
bundenes Mädchen-Rekonvaleszentenheim. In den Jahren 1894—1896 nach den Angaben des
Eigentümers und nach den Plänen des Baseler Architekten E. La Roche mit Anlehnung an den
toskanischen Stil des 15. Jahrhunderts erbaut und später unter Mitwirkung des französischen Archi
tekten A. Bauqué im Äußeren teilweise verändert und im Inneren ausgestaltet, wurde es ur
sprünglich zur Aufnahme von 12 aus Wiener Spitälern entlassenen, der ärmsten Bevölkerung ange
hörenden rekonvaleszenten Mädchen im Alter unter 14 Jahren bestimmt und seit zwei Jahren für
den Belag mit 16 solcher Mädchen erweitert, deren Pflege barmherzigen Schwestern übertragen
ist. Die Anstalt, welche jährlich vom April bis Dezember in Benützung steht, verpflegte im
Jahre 1903 bereits 102 Mädchen. Die Lage des Faniteum wurde mit besonderer Sorgfalt ge-
SS Schlafsaal.
SZ Schlafzimmer.
WR Waschraum.
Wt Wärterin.
B Bad.
Kd Korridor.
Kp Kapelle.
S Sakristei.
G Zimmer des Grafen.
Abb. 373. Faniteum im XIII. Bezirke.