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Militärgebäude.
Abb. 443. Trainkaserne im XII. Bezirke. Lageplan. 1:4000.
Abb. 444. Trainkaserne im XII. Bezirke. Mannschafts-Wohngebäude.
Ebenerd. 1:800.
Legende zu Abb. 443.
a Stabsgebäude,
b Mannschafts-Wohngebäude,
c Unteroffiziers-Wohngebäude,
d Wach- und Arrestgebäude,
g Stallungen,
i Krankenstall,
k Schmiede.
1 Gedeckte Reitschule,
m Werkstätten,
n Fuhrwerksdepots,
o Magazin für Monturen,
p Magazin für Rüstungen.
remisen, von denen vorläufig nur die drei südlichen gebaut sind, und die beiden Depots
für Pferderüstungen und Beschirrung sind Betoneisenbauten, das Augmentationsmagazin ein
Mauerbau mit Betoneisenzwischendecken. Bei den großen Fuhrwerksremisen sind die Rampen
zur Entleerung des ersten Stockes nicht, wie sonst üblich, an die Stirnseiten gelegt, wo es an
Raum mangelte, sondern in die Zwischenräume derselben. Hier sind zwischen je zwei Remisen
gebäuden in der Fußbodenhöhe des ersten Stockes breite Plattformen angelegt, auf welche
aus jeder Remise zwei Tore zum Ausstößen der Fuhrwerke münden. Von den Plattformen
führen dann Rampen (1:10) beiderseits hinab. Plattformen und Rampen wurden auch ganz in
Betoneisenkonstruktion hergestellt. Die Gebäudefassaden sind in Putz nach modernen Motiven
ausgeführt. Für die ganze Kasernanlage wurde die Herstellung 5 bis 7'5 m breiter Vorgärten
vor den Bauobjekten vorgeschrieben. Die Gesamtarea des Kasernetablissements beträgt 89.740 m-,
wovon 23.200 m' 2 verbaut sind und 8400 m 2 auf Vorgärten entfallen. Die Baukosten betragen
ohne Grundankauf und mit Ausschluß der großen Fuhrwerksremisen 2,650.000 K, die Kosten
der drei bereits gebauten Fuhrwerksremisen (für 600 Fuhrwerke) 350.000 K- 1 )
') Mit Bezug auf die Organisation der Bauleitung bei Militärbauten ist in Ergänzung des im Band I, S. 44 und 46, Mitgeteilten
nachstehendes zu sagen: Im k. und k. Reichs-Kriegsministerium besteht eine besondere Abteilung für fortifikatorische und eine solche
für sonstige Bauangelegenheiten. Als Hilfsorgane des Reichs-Kriegsministeriums für bautechnische Angelegenheiten sind zu nennen:
der General-Bauingenieur und die II. (Genie-)Sektion des Technischen Müitärkomitees. Die hiesigen Baulichkeiten für Zwecke des
gemeinsamen Heeres fallen in den Wirkungskreis der Militärbauabteilung des 2. Korpskommandos in Wien. Der Entwurf und die
Ausführung der Militärhochbauten oblagen bis zum Jahre 1895 mit wenigen Ausnahmen (Arsenal, Korpskommandogebäude, älteres
Militär-geographisches Institut etc.) den Ingenieur- beziehungsweise (seit 1851) Genie-Offizieren, während nun der Hochbaudienst in
den Händen der Militär-Bauingenieure liegt. Für die bautechnischen Angelegenheiten der Landwehr ist im Ministerium für Landes
verteidigung ein technischer Referent aufgestellt. A. d. R.