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Militärgebäude.
Bildung geschlossener Höfe, doch haben diese
wenigstens eine bedeutende Größe erhalten. An
Nebenräumen gebrach es wohl in jeder Hinsicht,
doch trachtete man in der zweiten Hälfte des
19. Jahrhunderts durch Anlage eines Anatomie
gebäudes (1864), eines Küchengebäudes, Bade
hauses, Waschküchen-, Stall- und Remisengebäu
des und von Depots und Werkstätten sowie durch
den Umbau der Aborte (1875—1879) das Kran
kenhaus den modernen Anforderungen besser
anzupassen. Die Kosten des von Hauptmann
L. Weeger des Geniestabes erbauten Anatomie
gebäudes sind mit 250.000 K, jene der nach den
Plänen des Hauptmannes im Geniestabe Franz
Ritter von Gruber in den Jahren 1875—1879 von
Major Kadarz ausgeführten’) neueren Zubauten
mit 732.540 K angegeben. Die Gesamtgrundfläche
des Spitales beträgt 44.224 m 2 ; hiervon sind
14.910 m' 2 verbaut.
Zum Bereiche des Garnisonsspitales Nr. 1
gehört auch das Gebäude der ehemaligen medi
zinisch-chirurgischen Josefs-Akademie (das Josefi-
num) (Abb. 453), welche im Jahre 1785 von
Kaiser Josef II. gestiftet wurde. Die Area desselben
beträgt 4353 m 2 , wovon 2071 m 2 verbaut sind.
Abb. 452. Krankeifpaviiion im Garnisonsspital Nr. i. Dieses Gebäude enthält gegenwärtig die Garnisons-
Ebenard. 1:600. apotheke, das chemische Laboratorium, Bibliothek,
Präparatesammlungen, die Kanzleien des Militär-
Sanitätskomitees und die militärärztliche Applikationsschule. Überdies sind auch noch einige
Wohnungen darin untergebracht.
Auf dem Grunde des seinerzeit zur Josefs-Akademie gehörigen botanischen Gartens jen
seits der Sensengasse wurde in den Jahren 1881 — 1882 ein Offiziers-Spitalsgebäude als Er
gänzung des Garnisonsspitales Nr. 1 erbaut. Dasselbe hat in drei Geschossen einen Belag-
’) Veröffentlicht in den statistischen Bauberichten über militärische Hochbauten.
Abb. 453. Josefinum (militärärztliches Institut), IX., Währingerstraße.