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Wohngebäude.
Abb. 620.
I., Kärntnerstraße 14.
Erster Stock. 1:600.
Sch Z Schlafzimmer.
F Z Familienzimmer.
H Z Herrenzimmer.
Bd Boudoir.
S Salon.
Sp Z Speisezimmer.
S Z Spielzimmer.
T Terrasse.
K Küche.
D Z Dienerzimmer.
Flächendekoration zur Verfügung' steht,
dem Mosaik, ist der große Figurenfries
an dem Hause I., Kärntnerstraße 16
(Architekt Hofmeier und Maler Veith)
ausgeführt, das einzige Beispiel dieser
monumentalen Wandbekleidung im
Wohnhausbau Wiens (siehe: Hotels).
Die horizontalen Raumtrennungen
oder Abschlüsse haben in den mannigfachen
Deckenkonstruktionen, welche
während der letzten fünfzig Jahre
mit mehr oder weniger Erfolg zur Anwendung
gelangten, eine hohe Ausbildung
erfahren, und die Techniker sind fortwährend am Werke, weitere Verbesserungen zu
ersinnen. Nach der Bauordnung bleibt die Wahl der Art der Deckenkonstruktion dem Bauwerber
überlassen, mit der Beschränkung, daß Souterraindecken nicht aus Holz hergestellt
werden dürfen. Die Decke des obersten Geschosses, welche mit der Dachkonstruktion nicht in
Verbindung stehen darf, muß feuersicher belegt sein. Alle hölzernen Deckenkonstruktionen
müssen durch eine 8 cm starke Schuttlage von dem darüberliegenden Holzfußboden isoliert sein.
Vor einem halben Säkulum war in dem städtischen Wohnhause Wiens der Dübelboden
mit seiner horrenden Verschwendung an Holz und Mauerwerk weitaus die gebräuchlichste Art
der Deckenkonstruktion (nebeneinanderliegende behauene oder geschnittene Bäume durch Dübel
verbunden). Die gelegentlich der ersten Stadterweiterung eingetretene rege Bautätigkeit brachte
die Tramdecke in Aufnahme, welche durch ihr geringeres Gewicht und ihre kleineren Auflagerflächen
geringere Mauerstärken gestattet, ein Moment, welches bei den mehrere Stockwerke
umfassenden städtischen Wohngebäuden von großer ökonomischer Bedeutung ist. Die
oft als spezieller Vorteil des Dübelbodens gerühmte Schalldichtheit ist in demselben Maße
auch bei der Tramdecke durch die vorgeschriebene Beschüttung zu erreichen.
Abb. 621.
Herrcnhuterhaus,
I., Neuer Markt.
Parterre. 1:600.
Abb. 622.
Herrenhuterhaus,
I., Neuer Markt.
Vierter Stock.
1:600.
Abb. 623. Herrenhuterhaus, I., Neuer Markt.