Skip to main content Jump to sidebar
MAK

Full text : Wien am Anfang des XX. Jahrhunderts : ein Führer in technischer und künstlerischer Richtung, Band 2: Hochbau und Architektur, Plastik und Kunstsammlungen

Hotelbauten  und  Restaurants.

447

für  200  Personen  und  ein  Kaffeesaal,

Abb.  722.  Hotel  Krantz.  Parterre.  1:600.

für  Hotelzwecke  umgebaut  und  dabei  50  Fremdenzimmer  samt  den  nötigen  Nebenräumen,
sowie  ein  kleiner  Speisesaal  und  andere  Gesellschaftsräume  gewonnen.  Ein  großer  Speisesaal
die  Hotelküche  samt  Nebenräumen  wurden  durch  Anbauten ­
  geschaffen;  im  Souterrain  ist  eine  geräumige
Badeanlage  mit  zwei  Schwimmbassins  und  römischem
Bad  eingerichtet.  Der  Architekt  hat  sich  im  Inneren  wie
Äußeren  der  heiteren  Formen  des  Wiener  Barock  bedient, ­
  mit  Ausnahme  des  Kaffeesaales,  dessen  Architektur, ­
  und  zwar  im  Sinne  arabischer  Baukunst,  in
Rosenburger  Fayencen  durchgebildet  worden  ist.  Die
gesamten  Kosten  dieser  Umgestaltung  werden  mit
837.000  K  angegeben.  Leider  konnte  der  Betrieb  infolge
widriger  Verhältnisse  bisher  noch  nicht  eröffnet  werden.
ln  gleich  schöner  landschaftlicher  Lage  wie  das
Hotel  „Cobenzl“  liegt  am  Südostabhangc  des  Kahlenberges
  das  Hotel  und  Restaurant  Kahlenberg,  das  in
den  Jahren  1871  —  1872  von  der  Union-Baugescllschaft
  unter  Direktor  Architekt  M.  Hinträger  errichtet
wurde.  Der  Hotelbetrieb  beschränkt  sich  auf  58  Fremdenzimmer. ­
  Dagegen  sind  die  Restaurationsräume  von
ansehnlicher  Ausdehnung.  Das  gesamte  Areale  einschließlich ­
  der  Wirtschaftshöfe  beträgt  4021  m 2 ,  von
welchen  1917  m 2  von  den  Baulichkeiten  eingenommen
werden.
Restauration  und  Pension  Ottakringer  Bräu,  XIII.,
Hietzing,  Auhofstraße  1  (Abb.  726  bis  728).  Dem  Architekten ­
  des  im  Jahre  1902  errichteten  Gebäudes,  F.  von
Neumann,  gelang  es,  der  in  technischer  Beziehung  bescheidenen ­
  Aufgabe  —  handelte  es  sich  doch  nur  um  die
Schaffung  einer  kleinen  Anlage  für  etwa  250  Gäste  —
eine  interessante  Seite  dadurch  abzugewinnen,  daß  er  die
räumliche  Nähe  seines  Neubaues  und  des  kaiserlichen
Lustschlosses  Schönbrunn  und  die  axiale  Beziehung
beider  künstlerisch  auszuwerten  bestrebt  war,  indem  er
durch  die  Komposition  des  Baues  in  Formen,  die  jenen  verwandt
sind,  in  die  Fischer  von  Erlach  den  Schloßbau  kleidete,  diese  räumlichen ­
  Verhältnisse  hervorhob;  mit  ähnlichen  Formen  ist  auch  die
in  einfacher  Weise  gegliederte  innere  Ausschmückung  geziert.  Der
Bau  erhebt  sich  auf  einer  Fläche  von  2131  m 2 ,  von  denen  836  m 2
mit  Erdgeschoß  und  zwei  Stockwerken  verbaut  sind.  Das  erstere
wird  zur  Gänze  von  den  Restaurationsräumen  in  Anspruch  genommen. ­
  Der  anschließende  Garten  mit  einer  gedeckten  Veranda
faßt  zirka  2000  Personen.  Die  zwei  Obergeschosse  enthalten  eine
Pension  mit  Familienappartements,  aus  je  drei  bis  vier  Wohnräumen
  samt  Bade-  und  Dienerzimmer  nebst  Klosett  bestehend.
Die  gesamten  Kosten  dieser  Anlage  betrugen  750.000  K.
Restauration  St.  Annahof,  I.,  Annagasse  3  (Abb.  729,  730).
In  einem  der  verkehrsreichsten  Teile  der  Innern  Stadt  ließ  Herr
Viktor  Silberer  im  Jahre  1894  durch  die  Architekten  Fellner  und
Helmer  auf  einer  Fläche  von  1629  m 2  ein  Etablissement  errichten,
welches  durch  seine  großzügige  Anlage  zu  den  bemerkenswertesten
unserer  Stadt  zu  zählen  ist.  In  der  äußeren  Erscheinung  haben  die  Architekten  mit  Glück  den
Versuch  unternommen,  den  in  München  und  anderen  deutschen  Städten  entwickelten  Typus
der  Gastwirtschaften  auf  den  heimischen  Boden  zu  übertragen;  in  der  Höhe  der  unteren
Stockwerke  ist  die  Fassade  mit  Fresken,  die  heitere  Szenen  aus  den  dem  Schankgeschäfte
nahestehenden  Gewerbebetrieben  darstellen,  geschmückt.  Im  Inneren  ist  es  zumeist  die  Wiener
Barocke,  welcher  die  fröhlichen  und  heiteren  Dekorationsmotive  entnommen  sind.  Der  Hauptraum, ­
  dessen  Fußboden  in  dem  Souterrainniveau  liegt,  ist  ein  großer  Saal  von  590  m 2  Boden-Abb.

  723.  Hotel  Krantz.  Dritter  Stock.  1:600.

Abb.  724.  Hotel  Meißl  &  Schadn.
Zweiter  Stock.  1:  600.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.