Skip to main content Jump to sidebar
MAK

Full text : Wien am Anfang des XX. Jahrhunderts : ein Führer in technischer und künstlerischer Richtung, Band 2: Hochbau und Architektur, Plastik und Kunstsammlungen

448

Wohngebäude.

fläche,  in  dem  samt  der  Galerie,  welche  eine  Fläche
von  beiläufig  230  m' 2  bedeckt,  etwa  1000  Personen
Platz  finden.  Der  Saal  ist  in  den  Hof  eingebaut  und
ist  in  der  Höhe  von  9  m  über  dem  Fußboden  mit
einem  Glasdache  überspannt;  in  unmittelbare  oder
mittelbare  Verbindung  mit  diesem  Saale  treten  Speise-,
Extra-  und  Restaurationszimmer  und  eine  Anzahl  von
Chambres  séparées.  Die  Vestibüle,  Garderoben,  Kegelbahnen ­
  und  Wirtschaftsräume  nehmen  den  restlichen
Teil  dieser  beiden  Geschosse  ein;  die  oberen  sind
zu  Mietwohnungen  verwendet,  deren  Räume  sich  um
einen  zentralen  Hof  von  22-20  m  Länge  und  12  m
Breite  lagern,  um  dessen  Wandungen  offene  Gänge
herumziehend  den  Zugang  von  den  Stiegen  zu  den
Wohnungen  vermitteln  —  eine  der  Budapester  Zinshaustype ­
  verwandte  Lösung  —  für  Wien  eine  ganz
vereinzelte  Anordnung,  die  sich  in  diesem  Lalle  durch
die  Anlage  des  großen  Saales  ergab.
Brauhaus-Restauration  Simmering,  XI.,  Simmeringer
  Hauptstraße  99  (Abb.  731).  Für  den  mit  einer
Länge  von  60  m  an  die  Hauptstraße  des  XI.  Bezirkes
grenzenden,  sehr  tiefen  Bauplatz  hat  der  Architekt  des
im  Jahre  1895  errichteten  Gebäudes,  Julius  Koch,
durch  die  Errichtung  eines  Wohntraktes  entlang  der
Straße  eine  sehr  vorteilhafte  wirtschaftliche  Ausnützung ­
  erzielt.  An  der  Rückseite  des  Bauplatzes,  die
unmittelbar  an  das  Brauhaus  anschließt,  sind  die  wichtigsten ­
  Restaurationsräume  gelegen.  Dieselben  bestehen
vornehmlich  aus  drei  größeren  Sälen,  deren  einer
29  m  lang,  15'5m  breit  bei  IPOOmHöhe,  der  andere
15  m  lang  und  9‘50  m  breit  ist.  Der  Fußboden  des
ersteren  liegt  gegen  den  des  anderen,  sowie  der
übrigen  Räumlichkeiten  um  2  20  m  erhöht,  und  wurde
dadurch  ein  interessantes  architektonisches  Motiv  gewonnen, ­
  das  ebenso  wie  die  in  der  Gebäudehauptachse ­
  disponierte  Aufeinanderfolge  der  drei  Säle  von
besonderer  Wirkung  ist.  Die  beiden  erwähnten  Säle
haben  Orchesternischen,  und  wurde  ihre  Höhe  in
Rücksicht  auf  musikalische  Vorführungen  nicht  allzugroß  bemessen.  Dem  großen  Saale  zu
welchem  gemeinsam  mit  dem  kleineren  Saale  eine  Einfahrt  samt  Vorhalle*  und  Garderobe

Abb.  725.  Hotel  Meißl  &  Schadn,  I.,  Kärntnerstraße.

E,  G,  S  Restaurationsräume.
K  Küche.  V  Veranda.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.