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Denkmale und Brunnen.
Die Geschichte der
Denkmale Wiens im 19.
Jahrhundert ist innig ver
knüpft mit der Geschichte
der bildenden Kunst Öster
reichs überhaupt. Die künst
lerische Entwicklung Wiens
Abb. 761. Makart-Denkmal (Stadtpark).
Abb 762. Kaiser Franz I. (Innerer Burghof).
Abb. 763. Beethoven-Denkmal (I., Beethoven-Platz).
bekommt im Laufe des 19. Jahrhunderts durch
Errichtung einer großen Anzahl monumen
taler Plastiken profanen Charakters auf Straßen
und Plätzen eine ganz neue Richtung, da bis
dahin die große Plastik außer bei den bisher
genannten Werken nur bei monumentalen
Bauten und bei Brunnenanlagen zur Geltung
kam. Auch die Neueinführung des Bronze
gusses und die Verwendung des Laaser
Marmors veranlaßte in Wien das Heraus
treten mit der Porträtplastik aus Kirchen
und Palästen auf die öffentlichen Straßen
und Plätze, welche hierdurch besonders im
I. Bezirke ein ganz neues Aussehen bekamen.
Das erste öffentliche Porträtdenkmal
Wiens ist das Reiterstandbild des Kaisers
Josef II. (Abb. 757) auf dem gleichnamigen
Platze vor der k. k. Hofbibliothek, welches
im Gußhause der k. k. Artillerie gegossen
und 1807 enthüllt wurde. Das Modell hier
für schuf F. Zauner, welcher die Hauptfigur,
dem Stile der Zeit entsprechend, in römi
scher Kaisertracht darstellte. Die zwei Reliefs
auf dem granitenen Unterbau, die Hebung
des Handels und des Ackerbaues darstellend,
und die interessanten Reliefmedaillons in
Form großer Denkmünzen auf den runden