MAK

Full text: Wien am Anfang des XX. Jahrhunderts : ein Führer in technischer und künstlerischer Richtung, Band 2: Hochbau und Architektur, Plastik und Kunstsammlungen

470 
Denkmale und Brunnen. 
Die Geschichte der 
Denkmale Wiens im 19. 
Jahrhundert ist innig ver 
knüpft mit der Geschichte 
der bildenden Kunst Öster 
reichs überhaupt. Die künst 
lerische Entwicklung Wiens 
Abb. 761. Makart-Denkmal (Stadtpark). 
Abb 762. Kaiser Franz I. (Innerer Burghof). 
Abb. 763. Beethoven-Denkmal (I., Beethoven-Platz). 
bekommt im Laufe des 19. Jahrhunderts durch 
Errichtung einer großen Anzahl monumen 
taler Plastiken profanen Charakters auf Straßen 
und Plätzen eine ganz neue Richtung, da bis 
dahin die große Plastik außer bei den bisher 
genannten Werken nur bei monumentalen 
Bauten und bei Brunnenanlagen zur Geltung 
kam. Auch die Neueinführung des Bronze 
gusses und die Verwendung des Laaser 
Marmors veranlaßte in Wien das Heraus 
treten mit der Porträtplastik aus Kirchen 
und Palästen auf die öffentlichen Straßen 
und Plätze, welche hierdurch besonders im 
I. Bezirke ein ganz neues Aussehen bekamen. 
Das erste öffentliche Porträtdenkmal 
Wiens ist das Reiterstandbild des Kaisers 
Josef II. (Abb. 757) auf dem gleichnamigen 
Platze vor der k. k. Hofbibliothek, welches 
im Gußhause der k. k. Artillerie gegossen 
und 1807 enthüllt wurde. Das Modell hier 
für schuf F. Zauner, welcher die Hauptfigur, 
dem Stile der Zeit entsprechend, in römi 
scher Kaisertracht darstellte. Die zwei Reliefs 
auf dem granitenen Unterbau, die Hebung 
des Handels und des Ackerbaues darstellend, 
und die interessanten Reliefmedaillons in 
Form großer Denkmünzen auf den runden
	        
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.