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Denkmale und Brunnen.
tigen Gestalten, das Ganze mit einer Madonna im Strahlenkranz endigend, welche von den
knienden Gestalten des Papstes Innozenz XI. und des Kaisers Leopold I. flankiert wird.
Im XVI. Bezirke wurde am Hoffer-Platz ein Erinnerungsdenkmal an Kaiser Josef II.
errichtet, welcher für Ottakring eine Brunnenanlage schaffen ließ. Auf dem von einem Kaiser
adler bekrönten Obelisk aus Kalkstein ist das Porträtmedaillon Josefs II. angebracht.
Im XIX. Bezirke wurde auf dem Wege von Nußdorf nach Grinzing in einer von Beethoven
gerne aufgesuchten kleinen Parkanlage eine mächtige Bronzebüste des großen Tonkünstlers,
von Fernkorn, errichtet, und in Hietzing, im sogenannten Hügelpark, eine schöne Büste für
Freiherrn von Hügel, nach einem Modell von Joh. Benk, in Marmor ausgeführt.
Der stetigzunehmenden Denkmalsfreude in Wien sind noch zu verdanken: 1905 an der
Ecke des Stadtparkes, der Ringstraße zugekehrt, das Bronzestandbild des Malers Hans Canon
von R. Weyr, in der kleinen Parkanlage vor dem Palais Auersperg das Anzengruber-Denkmal
(Abb. 782), welches der Bildhauer Joh. Schcrpe als Preisträger in einer Konkurrenz schuf, die
kräftige Gestalt des Dichters auf einen Felsen heraustretend, zu seinen Füßen der Steinklopferhans
bei der Arbeit, das Ganze gärtnerisch glücklich behandelt, und im Rathauspark, gegen das Parla
mentsgebäude gekehrt, das Strauß-Lanner-Denkmal (Abb. 787), das Bildhauer Franz Seifert
und Architekt örley geschaffen haben. Vereint stehen die beiden Meister der schönsten Wiener
Tanzweisen vor einem großen Halbrund aus Marmor, auf dem friesartig tanzende Paare sich
bewegen. Die freien Figuren beider Denkmale sind in der Erzgießerei von Hans Frömml
gegossen. Im Volksgarten ist bereits das Kaiserin Elisabeth-Denkmal in großangelegter Archi
tektur von Friedrich Ohmann und von Bildhauer Bitterlich in Angriff genommen worden.
Ein langgestreckter Vorgarten mit Sitzbänken, ein Wasserbassin mit zwei Springbrunnen und
zwei seitlichen Wandbrunnen bilden die Einleitung zu dem eigentlichen Denkmale, welches
die geliebte Kaiserin sitzend darstellt, von einer halbkreis
förmigen Steinwand rückwärts abgeschlossen, welche die
Inschrift trägt: „Ihrer unvergeßlichen Kaiserin Elisabeth
errichteten dieses Denkmal in unwandelbarer Liebe und
Treue Österreichs Völker.“ Die reiche Architektur, zwei
mächtige, mit Vasen bekrönte Säulen aus finnländischem
Marmor versprechen heute schon eine günstige Wirkung
der Gesamtanlage und die Hauptfigur von Professor
Bitterlich läßt das Beste erwarten.
Im September 1906 kam auf dem Platze vor der
Rudolfs-Kaserne ein Deutschmeister-Denkmal (Abb. 791,
792) zur Aufstellung, das zur Erinnerung an das 200jäh-
rige Jubiläum des Wiener Hausregimentes errichtet wurde.
Bildhauer Johannes Benk machte den reichen figuralen
Teil, während der architektonische Teil des Denkmales
und die Platzan
lage dem Archi
tekten A. Weber
übertragen ward.
Der architektoni-
poliertem Kono-
pischter Granit bil
det den ruhigen
Rahmen für zwei
Reliefe im Sockel
(die „Schlacht bei
Zenta“ [Abb. 792]
und die „Schlacht
bei Kolin“) und
für zwei freistehende Gruppen, den Opfermut und die Kameradschaft darstellend („Der treue
Kamerad“ und „Der Grenadier von Landshut“). Vorne reicht Vindobona den Lorbeerkranz zu -
der Widmungsinschrift: „Die Wiener ihrem Hausregimente“, welche sich mit der rückwärtigen
Inschrift: „Mit Gott für Kaiser und Vaterland“ und den seitlichen Namen der Hauptschlachten
Abb. 792. Reliefgruppe am Deutschmeister-
Denkmal.