Skip to main content Jump to sidebar
MAK

Full text : Wien am Anfang des XX. Jahrhunderts : ein Führer in technischer und künstlerischer Richtung, Band 2: Hochbau und Architektur, Plastik und Kunstsammlungen

Katholische  Kirchen  des  17.  und  18.  Jahrhunderts.

55

Abb.  79.  Schottenkirche,  I.,  Freiung.

Kirche  des  Novizenhauses  der  Jesuiten  von  St.  Anna,  I.  Bezirk  (Abb.  51).
Ursprünglich  gotische  Kirche  des  1320  für  Pilger  gegründeten  Spitales,  1455  erbaut,  von  welcher  nur
noch  die  Anna-selbdritt-Gruppe  über  dem  Portale  sich  erhalten.  Seit  1530  Klosterkirche  der  Klarissinnen,
1552  Ordenskirche  der  St.  Stephans-Ritter,  1582  den  Jesuiten  übergeben,  1627  von  Kaiser  Ferdinand  II.  zu
deren  Novizen-(Probations-)Haus  erklärt,  im  folgenden  Jahre  vom  Kardinal  Khlesl  und  dem  päpstlichen
Nuntius  J.  B.  Pallota  neu  eingeweiht,  1632  in  ihrer  jetzigen  Gestalt  hergestellt,  1696  durch  den  Bau  der
Franciscus  Xaverius-Kapelle  vergrößert,  1716  neu  ausgestattet  (Fresken  von  Andrea  Pozzo  durch  den  Brand
am  23.  Juni  1747  zerstört).  Nach  der  Wiederherstellung  durch  Daniel  Gran  mit  Deckenfresken  und  mit  dem
Flauptaltarbilde  ausgeschmückt.  Andere  Altarbilder:  Hl.  Josef,  Ignaz  und  Sebastian  von  Schmidt  d.  Ä.
Unter  der  Kirche  ausgedehnte  Gruft.  (Siehe  Hauser,  Die  Gruft  von  St.  Anna.  Berichte  und  Mitteilungen
des  Altertumsvereines.  XXIV,  S".  44  ff.)  1887  restauriert.  —  Nach  der  Aufhebung  des  Jesuitenordens  das  an
die  Kirche  angebaute  Kloster  („St.  Anna-Gebäude“)  Sitz  der  Normal-  und  Hauptschule  und  (1786—1877)  der
k.  k.  Akademie  der  bildenden  Künste.
Schmales,  einschiffiges  Langhaus  mit  Kapelleneinbauten,  einem  schmäleren,  geradlinig  ab-,
schließenden  Chor  und  einer  größeren  Kapelle  (siehe  oben)  an  der  Südseite.

Dominikanerkirche  zu  Sta.  Maria  Rotunda,  I.  Bezirk  (Abb.  77,  78).
Von  Ferdinand  III.  1631  neu  erbaut  an  Stelle  der  Kirche  des  unter  Leopold  dem  Glorreichén  1225
nach  Wien  verpflanzten  Dominikanerordens  (1258  Kirche  zerstört,  1302  wieder  neu  eingeweiht).  Enthält
das  Grabmal  der  Erzherzogin  Claudia  Felicitas  (neu  aufgefunden  anläßlich  der  Restauration  1895—  1896).  Deckengemälde ­
  von  Andrea  Pozzo  und  Carpoforo  Tencala  (?).  Altarbilder:  Hl.  Dominikus,  hl.  Martin  und  hl.  Maria
von  J.  Bock,  Anbetung  der  Hirten  und  Marter  der  hl.  Katharina  von  Spielberger,  hl.  Katharina  von  Siena
und  hl.  Vinzenz  Ferrer  von  Roettiers,  hl.  Thomas  von  Aquino  von  G.  Bachmann.
Langhausanlage  mit  Kapellen  wie  die  der  Schottenkirche,  verwandt  mit  den  Bauten  eines
Vincenzo  della  Greca,  S.  Domenico  e  Sisto  (1636),  Sta.  Caterina  di  Siena  (1630),  und  Giovanni
Battista  Sorias  S.  Niccolo  de  Tolentino  (1630)  sowie  mit  den  Vorbildern  der  Jesuitenkirche
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.