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Gebäude für Kultuszwecke.
aus den Jahren 1711—1722, der Überlieferung nach ein Werk des Ingenieur-Oberstleutnants Franz Tobias
Kollmann. Gipsrelief des Tympanons, Moses und die Eherne Schlange, ein Werk des Bildhauers Anton
Eberl, zum Zwecke der Einsetzung des jetzigen Zifferblattes zerstört 1816. (Vgl. Ilg, Zur Geschichte der
Augustinerkirche auf der Landstraße. Berichte und Mitteilungen des Altertumsvereines. 1890, XXVI, S. 57 f.)
Unter der Kirche eine ausgedehnte Gruft. Aufhebung des Klosters unter Josef II. Hochaltarblatt mit den
Titelheiligen von P. von Strudel, ein Altarbild, Christus am Kreuze, angeblich von Lukas Kranach. Restaurationen
1761, 1812, 1816, 1835, 1856, zuletzt 1888-1890.
Langhausanlage ähnlich der Type der Jesuiten- und Dominikanerkirche. Dreigeschossige
niederländische Fassade, bis auf das oberste Geschoß, welches (an Stelle des entweder 1656
oder 1683 zerstörten gesetzt) jenem der Universitätskirche ähnlich gewesen sein mochte,
römischen Charakters (Einschachtelung eines runden in einen eckigen Giebel, nach dem
Vorbilde am Portal von 11 Gesü). Muster der Türme: Urturm an der Ecke von Giacomo
della Portas Palazzo della Sapienza.
Serviten-Ordenskirche zu Mariä Verkündigung, IX. Bezirk (Abb. 54, 82).
Erbaut unter Ferdinand III. dank der Munifizenz des Generals Grafen Oktavio Piccolomini 1651
bis 1670 an Stelle der 1639 geweihten Kapelle des drei Jahre zuvor in Wien seßhaft gewordenen Servitenordens.
Architekt (oder nur Baumeister) Carl-Antonio Carlone-Carnevale. Vollendung der Türme durch
den Architekten Seb. Rosenstingl 1754—1756.
Abb. 83. Kirche zu den neun Chören der Engel, I., Am Hof.
Elliptischer Hauptraum mit oblonger Vorhalle, zwei größeren länglichen Kapellen in der
Querachse, vier halbrunden in den Diagonalen und geradlinig abschließendem Chor und
Mönchschor. Das Ganze umgeben von länglichen Nebenräumen. Bemerkenswert vor allem die
aus zwei unregelmäßigen Achtecken und länglicher, halbkreisförmig geschlossener Apsis be-