Skip to main content Jump to sidebar
MAK

Full text : Wien am Anfang des XX. Jahrhunderts : ein Führer in technischer und künstlerischer Richtung, Band 2: Hochbau und Architektur, Plastik und Kunstsammlungen

58

Gebäude  für  Kultuszwecke.

aus  den  Jahren  1711—1722,  der  Überlieferung  nach  ein  Werk  des  Ingenieur-Oberstleutnants  Franz  Tobias
Kollmann.  Gipsrelief  des  Tympanons,  Moses  und  die  Eherne  Schlange,  ein  Werk  des  Bildhauers  Anton
Eberl,  zum  Zwecke  der  Einsetzung  des  jetzigen  Zifferblattes  zerstört  1816.  (Vgl.  Ilg,  Zur  Geschichte  der
Augustinerkirche  auf  der  Landstraße.  Berichte  und  Mitteilungen  des  Altertumsvereines.  1890,  XXVI,  S.  57  f.)
Unter  der  Kirche  eine  ausgedehnte  Gruft.  Aufhebung  des  Klosters  unter  Josef  II.  Hochaltarblatt  mit  den
Titelheiligen  von  P.  von  Strudel,  ein  Altarbild,  Christus  am  Kreuze,  angeblich  von  Lukas  Kranach.  Restaurationen ­
  1761,  1812,  1816,  1835,  1856,  zuletzt  1888-1890.
Langhausanlage  ähnlich  der  Type  der  Jesuiten-  und  Dominikanerkirche.  Dreigeschossige
niederländische  Fassade,  bis  auf  das  oberste  Geschoß,  welches  (an  Stelle  des  entweder  1656
oder  1683  zerstörten  gesetzt)  jenem  der  Universitätskirche  ähnlich  gewesen  sein  mochte,
römischen  Charakters  (Einschachtelung  eines  runden  in  einen  eckigen  Giebel,  nach  dem
Vorbilde  am  Portal  von  11  Gesü).  Muster  der  Türme:  Urturm  an  der  Ecke  von  Giacomo
della  Portas  Palazzo  della  Sapienza.

Serviten-Ordenskirche  zu  Mariä  Verkündigung,  IX.  Bezirk  (Abb.  54,  82).
Erbaut  unter  Ferdinand  III.  dank  der  Munifizenz  des  Generals  Grafen  Oktavio  Piccolomini  1651
bis  1670  an  Stelle  der  1639  geweihten  Kapelle  des  drei  Jahre  zuvor  in  Wien  seßhaft  gewordenen  Servitenordens.
  Architekt  (oder  nur  Baumeister)  Carl-Antonio  Carlone-Carnevale.  Vollendung  der  Türme  durch
den  Architekten  Seb.  Rosenstingl  1754—1756.

Abb.  83.  Kirche  zu  den  neun  Chören  der  Engel,  I.,  Am  Hof.

Elliptischer  Hauptraum  mit  oblonger  Vorhalle,  zwei  größeren  länglichen  Kapellen  in  der
Querachse,  vier  halbrunden  in  den  Diagonalen  und  geradlinig  abschließendem  Chor  und
Mönchschor.  Das  Ganze  umgeben  von  länglichen  Nebenräumen.  Bemerkenswert  vor  allem  die
aus  zwei  unregelmäßigen  Achtecken  und  länglicher,  halbkreisförmig  geschlossener  Apsis  be-
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.