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Gebäude für Kultuszwecke.
Ursulinerinnenkirche zur HI. Ursula, 1. Bezirk (Abb. 56).
Unter Kaiser Leopold I. 1660 von der Kaiserin Eleonore, Witwe Kaiser Ferdinands III., für die aus
Lüttich berufenen Nonnen des Ursulinerinnenordens gestiftet, erbaut 1665. Altarbilder von F. Spielberger
(Mariä Empfängnis) und F. Wagenschön . (Erscheinung der hl. Jungfrau vor dem hl. Ignatius und die
hl. Angela). Restauriert 1887.
Langhausanlage ähnlich der Type der Theresienkirche im II.
Abb. 86. Kirche zu St. Peter im I. Bezirke
Bezirke (siehe oben). Je zwei
Kapellen rechts und links
und geradlinig abschließender
Chor. Römische Fassade mit
niederländischen Anklängen
im zweiten Geschoß, nachgebildet
jener von S. Giacomo
Scossacavallo in Rom.
Leopoldskirche, II. Bezirk
(Abb. 57).
Erbaut nach der Judenvertreibung
unter Kaiser Leopold I.
an Stelle der alten Synagoge 1670,
„erweitert“ (?) nach der Türkenbelagerung
von 1683 durch den
„berühmten Baumeister“ Anton
Ospel 1723, bei dieser Gelegenheit
durch Carlo Carlone (siehe oben
Artikel: Franziskanerkirche) in der
Kuppel mit einem Fresko geschmückt.
(Siehe 11g, Anton
Ospel. Berichte und Mitteilungen
des Altertumsvereines. 1880,XXIV,
S. 96 ff.) Hauptaltarbild mit den
Titelheiligen von Martin Altomonte;
Seitenaltäre: Christus am
Kreuze von Andreas Altomonte,
Mariä Himmelfahrt von Hauzinger,
hl. Antonius von Padua und
hl. Florian von M. M. Melkh,
hl. Johannes der Täufer und
hl. Johannes von Nepomuk von
Joh. Georg von Schmidt. Restauriert
in den Siebzigerjahren.
Außen zu beiden Seiten des
Turmes die Kolossalstatuen zweier
Babenbergerherzoge.
Im Grundriß verwandt
mit der kurz vor ihrer Erbauung
entstandenen Kirche
Sta. Maria in Campo Marzo
in Rom (erbaut von Antonio
de Rossi, 1616—1695), was
die beiden halbrunden Seitenkapellen
und die Verbindung
des Turmes beziehungsweise
der Vorhalle mit dem Hauptbau
betrifft, mit Carlo Rainaldis Sta. Agnese auf Piazza Navona, sowie mit dessen beiden
Kirchen auf der Piazza del Popolo (siehe unten Peterskirche). Römischer Turmhelm (wenigstens
bei Sal. Kleiner). Am Turm im untersten Geschosse die dorischen Pilaster, im zweiten
die ineinandergeschachtelten Giebel der Rochus- und Sebastiankirche, im dritten das Motiv
der Waisenhauskirche mit dem einwärts gebogenen Gebälk (siehe dort).
Mariahilfer Kirche, VI. Bezirk (Abb. 58, 84).
An Stelle der 1660 von den'Barnabiten inmitten ihres neu angelegten Friedhofes errichteten, 1683
zerstörten Kapelle erbaut vom Fürsten Paul Esterhazy 1686. Übertragung des Gnadenbildes (einer Kopie