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Gebäude für Kultuszwecke.
Pfarrkirche zum hl. Franziskus (Abb. 112, 131) O,
in Breitenfeld, Gürtelstraße. Eine dreischiffige, kreuzförmige, basilikale Anlage mit 13 m breitem
Mittel- und 3 20 m breiten Seitenschiffen, halbrunder Apsis und einer offenen Vorhalle zwischen
zwei 56 m hohen Frontaltürmen, als Ziegelfugenbau 1894—1898 von Alexander von Wielemans
in den Formen lombardischer Frührenaissance erbaut; zu Seiten der Kreuzflügel sind Sakristei,
Tauf- und Traukapelle angeordnet. Die größte Fänge beträgt 60 m, die größte Breite 2T6m,
lichte Mittelschiffhöhe 20 m. Baukosten 712.000 K.
Kirche in Breitensee, Wien XIII. (Abb. 113),
vom Stadtbaumeister L. Zatzka und Architekten E. Zotter 1895—1898 erbaut. Dreischiffiges
Langhaus mit Querschiff, Chor und Kreuzarme nach fünf Seiten des Achteckes geschlossen,
Frontalturm von 63 m Höhe und zwei Sakristeien am Chorumgang. Ziegelfugenbau mit sparsamer
Verwendung von Sandstein für die Architekturteile. Größte Länge 57'5 m, lichte Höhe 20 m,
Fassungsraum 1600—2000 Personen, Baukosten ohne innere Einrichtung zirka 400.000 K. 2 )
St. Antonius-Kirche in Favoriten (Abb. 114, 123, 124) 3 ),
1896—1900 von Baurat Franz v. Neumann, einem Schüler und langjährigen Mitarbeiter
Schmidts, erbaut. Eine kreuzförmige Anlage mit halbkreisförmig geschlossenen Kreuzarmen
Abb. 124. Pfarrkirche zum hl. Antonius im X. Bezirke.
und Chorhaupt, Vierungskuppel von 29'5 m lichter Höhe über dem Kreuzmittel, in der Form
gebung an die lombardisch-venezianischen Kirchen des Mittelalters, namentlich an St. Markus
’) Zeitschrift des österreichischen Ingenieur- und Architekten-Vereines. 1896 und 1901.
2 ) Verwaltungsbericht des Bürgermeisters 1896—1898. Wiener Bauindustriezeitung. 1899 1900.
3 ) Zeitschrift des österreichischen Ingenieur- und Architekten-Vereines. 1900.